Full text: Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

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handen, angehört zu werden. Noch scheint mir der Zeit¬ 
punkt zu einer öffentlichen Vertheidigung nicht ganz gün¬ 
stig; derselbe kann aber bald kommen. Sie selbst möchten 
jetzt noch zu warm in Ihrer Sache seyn, um sich nicht 
neue Feinde auf den Hals zu ziehen, oder den Haß der 
alten zu erneuern. Freylich kömmt Vieles auf den Ton 
und die Darstellung Ihrer Vertheidigung an, welche 
aber um deßwillen sehr schwer recht zu treffen ist, weil 
manches dem Publico nicht gesagt kann werden, ohne Ih 
rer Dienstpflicht oder der eines andern zu nahe zu kommen. 
Leben Sie wohl! und verzeihen meine geäußerte Mey¬ 
nung, die aus einem aufrichtigen Herzen kömmt, so Ihnen 
ergeben ist, und an Ihrem Wohl und Weh immer An¬ 
theil nehmen wird. 
Gervinus. 
Beylage XVIII. 
Schreiben des Herzogs von Koburg an den Herzog 
von Braunschweig über einen Aufsatz im Staats¬ 
Archive. 
P. P. 
Es hat sich Euer rc. geheimer Justitzrath Häberlein zu 
Helmstädt, welcher Consulent Unserer appanagirten Prin¬ 
zen zu seyn scheint, seit einer geraumen Zeit zu einem be¬ 
sondern Geschäfte gemacht, die Handlungen Unseres Cabi¬ 
nets und Unseres Gouvernements zu verunglimpfen, die 
Schmäh-Schriften, welche von Unsern aufgereitzten Land¬ 
ständen und die Verunglimpfungen, welche von den appa 
nagirten Prinzen Unseres Hauses gegen Uns und Unsere 
Regierung in Umlauf gebracht worden sind, in seinem 
Staats=Archive in Schutz zu nehmen. 
So
	        
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