Full text: Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

IV. 
Herbert. Erlaubt mir, Freunde! daß ich mich noch 
einmal an euch anschließe. Eure letzte Unterredung war 
mir so belehrend, daß ich sie fortzusetzen wünsche. 
Eduard. Wenn unsere Conversation dir Freube 
macht, so sey willkommen unter uns. Wir lehren nicht; 
wir geben und nehmen unbefangen. 
Herbert. Nur kann ich euch nicht gleich viel ge¬ 
ben, als ich nehme. Mit eurer Ansicht vom Staate bin 
ich nun ganz einverstanden. Er ist kein Werk der Will¬ 
kühr, sondern kommt über die Völker durch die Ordnung 
Gottes in der Weltgeschichte, auch geht er mit den Völ= 
kern ihre Stufen der Entwicklung durch, und ihr habt mir 
sehr klar gemacht, wie weit es auf diesem Wege mit dem 
Gesetze kommen kann. Aber vergönnt mir nun auch wel= 
ter zu fragen: wenn ihr Fürsten wärt, wie würdet ihr 
regieren? 
Beyde. Eine sonderbare Frage 
Herbert. Sie rührt daher, daß ich mich nicht im 
Stande fühle, eure Ansichten vom Staate ganz ins prak¬ 
tische Detail herabzuführen. Und doch scheint mir, dies 
wäre die Feuerprobe ihrer Wahrheit. 
Ednard. 
Dgtalsent
	        
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