Full text: Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

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fällt in die erste Periode auch noch das nomadische Leben, 
welches bekanntlich ebenfalls Thiere zähmt und ernährt, 
aber die meisten Thiere unterwirft sich doch nur das 
ackerbauende Leben, indessen das nomadische oft bey einem 
einzigen bleibt. Aber dieses bemerke, wie nämlich das 
nomadische Leben, welches zur ersten Periode gehört, in die 
zweyte einzugreifen vermag, ohne aus sich selber heraus¬ 
zugehen. Nomadische Stämme nämlich, zwischen acker¬ 
bauende und künstetreibende Volker gestellt, leihen sich dem 
Handel, und ernten durch diesen die Früchte, welche die 
zweyte Periode der Völker getragen hat. 
Philipp. Die Beyspiele dazu liegen uns nahe in 
unsern heiligen Büchern. Aber es verlangt mich zu se¬ 
hen, wie du den Uebergang in eine dritte Periode findest. 
und ob du den Gränzpunkt zwischen der zweyten und drit¬ 
ten eben so richtig bestimmest, wie zwischen der ersten 
und zweyten. 
Theobald. Daß mit den Arbeiten in Erz und dem 
ackerbauenden Leben auch Städte gesetzt sind, in welchem 
die Künste vom Ackerbaue gesondert sich sammeln, wirst 
du zugeben. Du kennst ja Schillers Strophe im Bür¬ 
gerliede: 
Und es kommt der Gott der Esse | 
Zeus erfindungsreicher Sohn rc. 
und die folgende, wo Pallas erscheint: 
Feste Mauern will sie gründen, 
Jedem Schutz und Schirm zu seyn, 
Die zerstreute Welt zu binden | | 
In vertraulichem Verein. 
In diesen Mauern nun entwickelt sich die Vielheit der 
Künste, welche dem Einzelnen gestatten, den Drang des 
mit dem Fluche belegten Lebens von sich abzuwehren, und 
in 
Osteasen 
ropäische Re
	        
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