Full text: Staatswissenschaftliche und juristische Litteratur (Jg. 2, Bd. 2 (1795))

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Im Ganzen lassen sich beyde Schriften recht gut lesen 
nur Schade daß bey der erstern, die in Briefen abgefaßt ist, 
für eine Uebersicht oder Anzeige des Inhalts und Bequemlich¬ 
keit zum Nachschlagen und Auffinden der Materien auf keine 
Weise gesorgt worden. Letztere ersetzt diesen Mangel auf 2 
Seiten durch 40 Abschnitte, mit Anzeige der Seitenzahlen. 
Ohnmasgebliches politisches Erachten über die Möglich¬ 
keit der Schiffbar= oder Fahrbarmachung der von der 
„Stadt Neubrandenburg bis in die Peene gehenden Tol= 
lensee von D. 3. Neu Strelitz, bey Michgelis 1795. 
66 S. 8. 
Liegt gleich die eigentliche Beurtheilung politischer Vor¬ 
schläge außer den Gränzen dieser Zeitschrift; so kann Rez. 
doch nicht umhin, vorliegendes Erachten, sey es auch nur als 
Product, welches die staatswissenschaftliche Litteratur dieses 
Jahrs in Anspruch nimmt, hier anzuführen. 
Als Mecklenburg vor einigen Jahren die Schiffbarmachung 
des Eldenstroms und dessen Verbindung mit der Elbe be¬ 
schloß, commentirte der Hr. Verfasser dieser Bogen (Mitglied 
des Rathseollegiums einer der ersten Städte Mecklenburgs 
und durch die Behandlung eines wichtigen Theils des deutschen 
Reichsfürstenrechts bereits rühmlich bekannt) besagtes Un¬ 
ternehmen. Gegenwärtig thut er den Vorschlag zu der ange¬ 
führten Schiffbarmachung eines andern Mecklenburg durch¬ 
fliessenden Flusses, zeigt in dem ersten Abschnitt (S. 
9—35) die daraus für den stargardischen Creis Mecklen¬ 
burgs entstehende Vortheile, in besonderer Hinsicht auf die 
verschiedene Gewerbsclassen dieses Landes mit Bestimmtheit 
und Umsicht, trägt darauf im zweyten Abschnitt (S. 
35—63) die der Schiffbarmachung entgegenstehende physische 
und moralische Hindernisse nebst den Mitteln ihnen abzuhelfen 
vor, und schließt endlich im dritten Abschnitt (S. 64— 
96) mit einigen practischen Nutzanwendungen, sowohl über 
die Einflüsse des vorgeschlagenen Werks auf die Aufhelfung der 
— 
— 
Max-Planck-Institut für 
UNIVERSTTAT 
europäische Rechtsgeschichte 
DFG 
TÜBINGEN
	        
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