Full text: Allgemeine staatswissenschaftliche und juristische Literatur-Zeitung (Quartal 1 (1789))

Anzeige. 
Das von dem berüchtigten Großing angefangene Staatenjournat war, seinem Plane nach, gewiss 
ein vortrefliches Werk. Aber Grosling verliefs das sich vorgesteckte Ziel. Mit dem zweyten 
Hefte des zweyten Jahrgangs verlor es sein Daseyn; doch bald nachher fanden sich einige Ge- 
lehrten, welche die Stelle des Großingischen Staatenjournals durch ein neues Staatenjournal zu er¬ 
setzen suchten. Dieses ist bereits bis zum siebenden Hefte fortgerückt, und es sind nunmehr neue 
Arbeiter hinzugetreten, welche sich nichts mehr angelegen seyn lassen werden, als diese Monats- 
schrift zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen. 
Ohne sich an festgestellte Rubriken zu binden, werden sie folgendes liefern: 
1) eine raisonnirende Chronick der neuesten Weltbegebenheiten und zwar ganz so, wie 
se Grossing liefern wollte, aber nicht lieferte, 
2) ein förmliches und treuliches Tagebuch der Staaten und aller Völher- und Staats¬ 
handlungen, die sowohl nach dem Völker- und Staatsrechte, als nach den Regeln 
der Staatskunft beurtheilet und aus der ältern und neuern Staatengeschichte derge- 
stalt erläutert werden sollen, dafs man die neueste Geschichte eines jeden Staats 
nach seiner innern und äussern Lage gehörig übersehen kann, 
3) wichtige Aufsätze aus dem natürlichen und positiven Völkerrechte, aus dem allgemei¬ 
nen und den besondern Staatsrechten, aus der Statistik und aus der Staatsklugheit, 
4) patriotische Vorschläge zur Errichtung öffentlicher Staatsanstalten, 
5) unpartheyische Präfungen über die zwechmüssige oder minder zwechmässige Einrick- 
tung bereits vorhandener Staatsanstallten, und endlich 
6) Lebensbeschreibungen verdienstvoller Staatsmänner, gut und fein durchdachte Staats¬ 
streiche, hierher gehörige Anekdoten, Berichtigungen über Vorfälle der ältern und 
neuern Staatengeschichte, und überhaupt die Anzeige und Beurtheilung aller übri¬ 
gen Dinge, die auf das Wohl der Staaten Einflufs haben können. 
Es erscheint von diesem Staatenjournale auch noch fernerhin gewöhnlich alle Monate ein 
Heft, doch werden sich die Herausgeber mehr an die Wichtigkeit der Auffätze, als an die Ordnung 
der Zeit binden. Der ganze Jahrgang von zwölf Stäcken kostet vier Thaler, und jedes Stück des 
jetzigen Jahrgangs acht Groschen. Beyträge werden mit Vergnügen, jedoch Portofrey angenommen 
und kônnen in Halle an der Saale an den Hrn. D. Carl Heinrich von Römer oder an die dasige Expe- 
dition der staatswissenschaftlichen und juristischen Literatur-Zeitung, in Leipzig bey Hrn. Hilscher und 
Hrn. Gräff, in Hamburg bey Hrn. Dumas, in Wien bey Hrn. Wucherer, in Breslau bey Hrn. Korn 
dem Aeltern, zu Königsberg in Preufsen bey Hrn. Hartung, in Gotha bey Hrn. Ettinger, in Hanno¬ 
ver bey Hrn. Helwing, in Prefsburg bey Hrn. Mahler und Hrn. Stettin, in Prag bey Hrn. Wüstmann, 
in Riga bey Hrn. Hartknoch, zu Schmiedeberg in Schlesien bey dem Privatgelehrten, Hrn. Willer, zu 
Stendal in der Altmark bey Hrn. Buchhändler Große, zu Strassburg im Elsass bey Hrn. Buchhändler 
Levrault, in Colmar bey Hrn. Titot, in Mümpelgard bey Hrn. Rath Jeanmaire, in Mainz bey dem 
Hrn. Geheimen Rath D. Sömmering und in Anspach bey dem Hrn. Rechnungsrevisor Herrmann ein- 
geschickt werden, welche sie an die Behörden weiter zu besorgen versprochen haben. Ausser diesen 
Personen und fämmtlichen Buchhandlungen nehmen auch sowohl die Postänter, als die Expedition der 
Aaatswissenschaftlichen und juristischen Literatur-Zeitung zu Halle darauf Bestellungen an. 
Unverstats 
Volsge 
War-Planck-Instut fur 
bliothe 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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