Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 1, St. 1 (1781))

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v. Pacassi Beytr. 
schen Frieden Mitpaciscenten. Der Passauer und 
Religions=Friede seyen nichts anders als R. Ab¬ 
schiede, welche von dem Kaiser befehlsweise ab= 
gefaßt und mit Einwilligung der Chur und Für¬ 
sten gegeben worden. (Und doch waren die Staͤn¬ 
de nicht Compaciscenten?) Beym Westphälischen 
Frieden seyen die Protestanten nur Adhaerentes ge- 
wesen. Die Evangelischen Stände hätten also auch 
kein Recht zu erklären, wie sie eine Stelle ansehen. 
N. III. Von der Benennung, und den Ei= 
genschaften des sogenannten Corporis Evangeli¬ 
corum. S. 157-185. Die Benennung des Corp. 
Evangelicorum sey weder in den Reichsgesetzen ge= 
gründet, noch von den Kaisern zu irgend einer 
Zeit gebilligt. Das getheilte Interesse und die 
Uneinigkeiten der katholischen Stände seyen bisher 
die gröste Ursache derjenigen Uebel gewesen, woru¬ 
ber schon so lange und so nachdrucklich geklaget 
wird: die mindermächtigen Stände seyen den Ver¬ 
lust ihrer eingebildeten Freyheit nicht gewahr wor¬ 
den, und es sey überhaupt kein anderes Mittel übrig 
sie zu retten, als wenn sie an den kaiserl. Hof sich 
anschliessen, und durch Unterstützung dessen Anse¬ 
hens (des Ansehens desselben) auch ihr Bestes zu¬ 
gleich betreiben wollten; endlich sey das Betragen 
dieses Hofes, so sehr es auch von einigen ange¬ 
griffen und als gesetzwidrig beschuldigt wird, den¬ 
noch so eingerichtet, wie es Vernunft, Politik, 
Gesetze und das wahre Beste des ganzen Reichs 
erfordern. 
N. IV. 
ULE 
Max-Planck-Institut für 
Univess 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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