Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 16 (1729))

LIB. II TIT. XVIII. 
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dern auch quoad legata zu Grunde gehen sol¬ 
te. Doch aber jure novo es ein weit anders 
Ansehen gewonnen hat, also, daß der einge= 
setzte Erbe die causam ingratitudinis beweisen 
muß, folglich diese Beschwerde exuliret, so fol¬ 
get auch daraus, daß das lucrum welches 
darauf gesetzt ist, exuliren müsse; folglich ge= 
het heutiges Tages nur die hæredis institu- 
tio uber einen Hauffen. Nov. 115. c. 3. 
in fin. 
Kan nun aber der in dem Testamente ein¬ 
gesetzte Erbe beweisen, es habe sich wuͤrcklich 
der exhaeredatus durch eine causam in legi¬ 
bus approbatam vergangen, so verliehret der 
Exhaeredatus in poenam motae querelae in¬ 
officiosi testamenti nicht nur die Hoffnung 
zur Erbschafft, sondern auch, wenn der Testa- 
tor ihm Legata vermachet hat, so wird er der¬ 
selben auch verlustig, und es fallen solche dem 
Fisco anheim l. 8. §. 14. ff. de inoff. testam. 
l.13. §. 9. ff. de jur. fisc. wenn er auch schon 
also protestiret hat, daß er solches Testament 
zwar wohl in passibus utilibus angenom= 
men; quoad haeredis institutionem aber 
angepacket haben wolle. Stryck in Not. ad 
Lauterb. de inoff. testam: es ware denn, daß 
er solches Testament nicht suo; sondern viel= 
mehr tutorio nomine anpackete, als in wel¬ 
chem Falle, diese ihm zugedachte Legata nicht 
über einen Hauffen gehen. l. 30. §. 1. ff. h. t. 
l. 27. 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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