Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 14 (1728))

de vulgari substitutione. 
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Dieser erbet al= 
Erbe nicht Erbe seyn wuͤrde. 
so nicht zugleich mit dem haerede instituto, 
sondern koͤmmt alsdenn erst zur Erbschafft, wenn 
der eingesetzte Erbe nicht Erbe ist, oder nicht 
rbe seyn kan. 
Solche substitutio ist nun entweder di¬ 
recta oder fideicommissarias. obliqua. Die¬ 
se letztere beschreibet man nun also, qua substi¬ 
tuto haereditas vel ejus pars tribuitur 
mediante facto ejus, qui eam restituere 
rogatus est §. f. I. de pup. subst. l. 76. ff. ad 
SCt. Treb. Jene aber ist institutio ulterio¬ 
ris haeredis in locum deficientis verbis 
directis facta l. 15. ff. de vulg. & pup. sub¬ 
stit. 1, 6. §. 5. ff. ad SCt. Treb. Der Unter = 
scheid zwischen beyden bestehet darinnen. Die 
substitutio directa hat den effect, daß der 
Erbe, der an des ersten Stelle eingesetzet wird 
sich der Erbschafft immediate bemaͤchtigen kan, 
und muͤssen in derselben solche Worte gebrau¬ 
chet seyn, die dem haeredi substituto Freyheit 
geben immediate die Erbschafft anzutreten. 
Weiter so muß sie geschehen pracise im Te¬ 
stamente, und derjenige, welcher also directe 
im Testamente zum Erben eingesetzet worden, 
bekommt die gantze Erbschafft, welche derjenige 
bekommen sollen, so zu erst Erbe seyn sollen. 
Hingegen geschiehet die fideicommissaria ver. 
bis obliquis, mit solchen Worten, die dem sub¬ 
stitu¬ 
M 5 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte 
FG
	        
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