Full text: ¬Der Curieuse Juriste, welcher seine Gedancken über einige Lehr-Sätze aus denen Geist- und Weltlichen Rechten eröffnet, solche nach der Wahrheit und Vernunfft beurtheilet und Denen gelehrt- und ungelehrten Liebhabern der Rechte mittheilet (Comm. 2 (1745))

151 
)1( 
X. Gedancken. 
die Testamente einen Faveur 
verdienen? ingleichen ob ein 
Fürst die Testamente ein | | 
schräncken, oder gar abschaffen kön= 
ne? Und ob derselbe bey Errichtung 
seines letzten Willens die in dem 
Römisch=Bürgerlichen Recht vorge= 
schriebene Solennitäten zubeobachten 
verbunden? 
Nachdeme in dem vorhergehenden Ge= 
dancken verhoffentlich zur Genuge dargethan 
worden, wie die Testamente weder aus dem 
Vernunfft=oder Natur-Recht, noch aus dem 
Völcker=Recht herzuleiten, sondern von eini¬ 
gen Völckern, vornemlich denen Röͤmern und 
derer Jure consultorum Hirn-Gespinnsten 
entsprossen; so vermag nicht zu penetriren, 
warum selbige einen Faveur meritiren sol¬ 
ten? 
§. 11. 
Dann es kan nicht in Abrede gestel= 
let werden, daß zu denen meisten Testamenten 
der Geitz und Hochmuth Anlaß gegeben, a 
aus 
oder wie HEINECCIUS b) wohl urtheilet, 
dem 
K 4 
Vorlage 
Max-Planck-institut für 
OISLOTEE 
HEIDELBERC 
europäische Rechtsgeschichte 
W
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer