Full text: Neues juristisches Journal (Bd. 1, H.1 (/4) (1799/1800))

2) eine Bekanntmachung der neuern Gesetze und 
Prozeßordnungen, und deren Vergleichun= 
gen unter einander, um den Vorzug, welchen 
sie etwa gegen einander haben, ans Licht 
zu stellen, und dadurch die höchsten Gesetz¬ 
geber auf die vorzüglichsten Verordnungen 
aufmerksam zu machen;*) 
3) eine 
schiefen Weg geleiteten Rechtspflege, Publicität 
zu besorgen, theils weil das Publicum dabey 
allerdings sehr vieles Jnteresse hat, theils aber 
auch, weil, wie Weber in der 2. Abth. S. 197. 
über Jnjurien und Schmähschriften sagt, der 
Gedanke an Journale und Zeitschriften oft mehr. 
Gutes wirkt, als alle Vorstellungen aus Mo= 
ral und Recht nicht würden gethan haben. 
Der Herr Justiz= und Kammergerichts-Rath 
Klein zu Halle sagt im Archiv des Criminal¬ 
rechts I. Bds III. Stücks pag. 58: Nichts 
kann für den Rechtsgelehrten, welcher über 
seine Wissenschaft und über seine Geschäfte 
nachdenkt, besonders aber für den Gesetzgeber, 
anziehender und lehrreicher seyn, als die Kennt¬ 
niß der Justitzverfassung anderer Völker. So 
wie die Bekanntschaft mit der römischen Rechts= 
pflege zu allen Zeiten, und selbst an den Orten, 
wo die römischen Gesetze nicht als solche gelten, 
Bedürf| 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte 
DFG
	        
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