Full text: Hitzig's Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechtspflege (N.F. Bd. 19 = [3.F.] Bd. 49 = Jg. 1849, Bd. 4 (1849))

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A. II. Eine Betrügerei in großem Style. 
mensunterschrift der Huthin anscheinend von der nämlichen 
Hand die Bemerkung: „Im Namen meines Mannes." 
Den 10. Mai 1840 hat sie laut Bl. — 15 Thlr. zu Ein¬ 
lösung eines zahlbaren Documents, welches Herr 
Gerichtsdirector *** in Markranstädt in Händen 
habe, geborgt und versprochen, diese, sowie früher empfangene 
Posten, am 12. dess. Mon. aus dem hiesigen Kreisamte 
zu bezahlen, wo ihre zu empfangenden Gelder lägen. 
Am 16. Mai 1840 wird laut Bl. — wiederum Berichti¬ 
gung eines verschriebenen Darlehns von 16 Thlr. binnen 2 
Tagen, bis wohin der Vater der Amalie anher kom¬ 
men werde, versprochen. 
In einer Bl. — befindlichen, über elf, vom 24. März bis 
16. Mai 1840 vorgeschossene Posten im Belaufe von 355 Thlr. 
12 Gr. — unterm 18. Mai 1840 ausgestellten Verschreibung 
hat die Huthin zugesichert, diese Summe längstens den 21. ej. 
durch den Vater ihrer Tochter, den Herrn von Watz¬ 
dorf, welcher noch heute, bestimmt aber morgen an¬ 
her komme, zu berichtigen. 
Laut des Bekenntnisses Bl. — sind unter dem 23. Mai 
1840 wieder 25 Thlr. noch ferner zur Einlösung eines 
Documents in Markranstädt der Huthin auf ihr und 
ihrer Tochter dringendes Gesuch dargeliehen worden, 
gegen das Versprechen der Wiederbezahlung am 25. ejusd. 
— — 
In den Scheinen Bl. 
vom 27. Mai, 1. Juni 
und 5. Juni 1840 ist der Zweck der darin verschriebenen kleinen Vor¬ 
schüsse durch die Worte: „noch ferner zu Bedürfnissen 
in meinen Angelegenheiten, „zu einer nöthigen 
Auszahlung, und „zu Bestreitung gewisser Kosten 
in meinen Angelegenheiten," bezeichnet, in dem letzteren 
Scheine auch wiederholt Bezahlung durch den Vater ihrer 
Tochter, den Herrn von Watzdorf, von der Huthin ver¬ 
sprochen. 
Unmittelbar darauf, am 8. Juni 1840, hat laut Bl. 
die Huthin 25 Thlr. 8 Gr. „zu unerläßlicher Einlö¬ 
sung eines Scheines, auf welchen sie ein bedeuten¬ 
des Capital ausgezahlt erhalte," geborgt und versprochen, 
diese Summe auch bis zum 10. dess. Mon. abzuführen. 
Mit der diesem Scheine zum Grunde liegenden Vorspiege¬ 
lung scheint in Verbindung zu stehen der Bl. — befindliche 
Vonage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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