Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

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Kurze Nachrichten von neuen juristischen 
Gebrauche der Kleider nicht aufgehalten zu werden. 
Der rohe harte Mensch scheint jedoch auch hier durch. 
Schriften. 
In dem Geschenk der alten catholischen Gebetbücher, 
12) C. G. Haubold, Opuscula academica ad exempla 
sowie des Goldsandes kann nur die wohlmeinende Gabe 
a defuncto recognita partim emendavit, partim auxit 
eines bigotten Mannes aus den niedern Ständen des 
observationesque selectas nondum editas adjecit C. F. 
catholischen Baiern gesucht werden, der dem armen 
C. Wenck, eoque defuncto absolvit F. C. G. Stieber. 
Volumen II. Lips. 1329. 8. 1972. CLXXIIJ. Der erste Theil 
Knaben doch noch Einiges von seinen geistlichen und 
dieses Werkes erschien im Jahr 1825. Der Ref. hatte daher schon 
irdischen Schätzen mitgeben wollte. Was den Brief 
die Hoffnung aufgegeben"), daß der zweite Theil nachfolgen werde¬ 
an den Rittmeister der Schwolischen Husaren betrifft; 
Zu seiner größten Freude ist aber die Befürchtung nicht eingetrof¬ 
so scheint dieser schon an sich nicht unerheblich. Die 
fen, und dieser zweite Theil endlich, am Schluß des vorigen 
Möglichkeit, daß jener Mensch unter diesen Husaren 
Jahrs wirklich herausgekommen. Ueber Haubold's Schriften 
vor zwölf oder mehreren Jahren gedient habe, oder 
selbst, welche hier in verbesserter Gestalt und mit eigenhändigen 
sonst mit ihnen und dem Rittmeister in einiger Bezie¬ 
Zusätzen vermehrt erscheinen, wird es keiner weiteren Anzeige be¬ 
dürfen, da jene schon früher zur Genüge bekannt geworden sind, 
hung stehe, kann nicht geleugnet werden, zumal da 
und niemand an ihrem Werthe zweifelt. Nur soviel möge hier 
wiederholt der Vater des Hauser für einen Schwolischen 
bemerkt werden, daß der Herausgeber außer einigen früher nicht 
ausgegeben wird; weßhalb Nachforschungen nach dem 
gedruckten Reden Haubold's, auch diejenigen Abhandlungen, 
frühern Bestand des Esquadron und nach den Dienst¬ 
an deren Ausarbeitung der Letztere großen Antheil genommen, und 
verhältnissen der abgegangenen Husaren u. dergl. an¬ 
unter denen sich besonders die beiden: Gaudliz de finibus 
zurathen sind. — Enthält gleich der Brief selbst theils 
inter jus singulorum et universitatis regundis. — Plaz- 
mann de militum honesta missione, auszeichnen, mitge¬ 
offenbare Unwahrheiten, z. B. daß Hauser als Kind 
theilt hat. Uebrigens ist auch dieser Band nicht allein mit vielen 
gelegt sey, daß der beigelegte Zettel von der angebli¬ 
Bemerkungen des ersten Herausgebers (Wenck) bereichert, son¬ 
chen Mutter herrühre, theils höchst unwahrscheinliche 
dern auch von ihm mit einer reichhaltigen und gelehrten Vorrede 
Behauptungen, z. B. daß der Briefsteller selbst ein 
versehen, worin sich über mehrere Abhandlungen Haubold's 
armer Tagelöhner sey und 10 Kinder habe (ein Wun¬ 
treffliche Bemerkungen mitgetheilt finden. An der Vollendung der¬ 
der, wenn diese von Caspar nicht gehört oder er von 
selben hat ihn indessen der Tod verhindert, und an Wenck's Stelle 
ihnen nicht entdeckt worden); so möchte er doch nament¬ 
ist der Dr. Stieber getreten, von dem der Schluß der Vorrede 
lich auch dem Style nach nicht für gänzlich erkünstelt 
(S. LXVI— CLXVIII.) herrührt. Bei dieser Gelegenheit wird, 
neben andern Bemerkungen, insbesondere auch, nach einer Mit¬ 
anzusehen seyn. Hält man alles zusammen; so muß 
theilung Hänel's, ein vollständiges Verzeichniß der bisher be¬ 
man geneigt seyn, für den Nothfall anzuempfehlen, 
kannten Handschriften gegeben, welche das Breviarium Alarici¬ 
daß dem Wärter und Begleiter des Hauser Straflosig¬ 
anum oder dessen Interpretationes u. s. w. enthalten. So in- 
keit und etwa noch eine Belohnung öffentlich zugesichert 
teressant indessen auch diese Nachrichten sind, so möchte es doch eine 
werde, wenn er den durch den Mordanfall hinläng¬ 
andere Frage seyn, ob die Vorrede zu Haubold opuscula als 
lich als solchen bezeichneten Hauptverbrecher den Gerichten 
der passende Ort zu einer solchen Mittheilung anzusehen sey. — 
anzeigte. Jedoch gehen wir dabei von der Ansicht aus, 
Druck und Papier dieses zweiten Theils sind im Ganzen gut. Den 
Preis von 6 Rthlr. wird aber Mancher zu hoch finden. F. K. 
daß jener Mensch eher ein Beschützer, als Feind des 
Hauser gewesen, und nur in das Hauptverbrechen mit 
*) Wie z. B. diese Hoffnung in Ansehung von Conradi Opus- 
verwickelt worden sey. Wir schließen mit dem Wunsche, 
cula. Ed. Pernice wohl mit ziemlicher Sicherheit aufzu¬ 
geben ist. 
daß die Bairische Polizey, sowie die mit der Leitung dieser 
Sache beauftragten Inquirenten durch Entdeckung die¬ 
Correspondenz- und Zeitungsnachrichten. 
ses Verbrechens bald einen bleibenden Ruhm sich erwer¬ 
Stuttgart. v. 9. Febr. Der Schwäbische Merkur enthält 
ben möchte. Noch geben wir zu bedenken, ob es nicht 
einen von mehreren hiesigen angesehenen Einwohnern erlassenen Aufruf 
rathsam sey, bis dahin den Verfolgten durch heimliche Ent¬ 
zur Theilnahme an einem PrivatVereine für sittliche und bürgerli¬ 
fernung nach einem entlegenen Orte verborgen zu halten.— 
che Besserung entlassener Strafgefangenen. 
Göttingen, in der Expedition der allgemeinen juristischen Zeitung. 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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