Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
uristische Zeitung. 
Herausgegeben 
9 o n 
Chr. Fr. Elvers, 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
-K 
Mittwoch, den 3. Febr. 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. 10. 
Bemerkungen zum Titel der Pandecten: 
seinen Gegenstand orientirt, und nun mit voller Gei¬ 
stesgegenwart und Aufmerksamkeit eine Stelle nach der 
De rei vindicatione. 
andern vornimmt, die vorkommenden Schwierigkeiten 
sich zu lösen sucht, besonders dem Grunde der Bestim¬ 
In der Ueberzeugung, daß manche Leser dieser 
mungen, der Ratio juris, überall nachspürt, die Cri¬ 
Blätter schon ohnehin daran Vergnügen finden, hin 
tik und selbst die Conjecturalcritik, wo es nöthig scheint, 
und wieder ihr Corpusjuris zur Hand zu nehmen, und 
zu Hülfe ruft, die an sich völlig verständliche Stelle 
den einen oder andern Titel durchzulesen (wenn auch 
nun auch nach andern Seiten hin noch näher betrach¬ 
nur um sich an der Tüchtigkeit der Römischen Juristen 
tet, die Weise der Römischen Juristen aus ihr ersieht, 
und an der Fülle und Schärfe ihrer Gedanken zu er¬ 
das in andere Lehren Einschlagende beachtet, und be¬ 
freuen), und in der Hoffnung, daß die in der ersten 
sonders auch dessen, was man aus seinem Heft und 
Nummer dieses Jahrganges der Zeitung mitgetheilten 
Compendium seither nicht gewußt hatte, und erst durch 
„allgemeinen Betrachtungen über die Nothwendigkeit 
diese Stelle neu gelernt hat, sich dankbar zu erinnern 
eines quellengemäßen Studiums des Römischen Rechtes 
und allenfalls für den künftigen praktischen oder theo¬ 
auch für unsere heutigen Praktiker", zu einer ähnlichen 
retischen Gebrauch sich zu merken. Bald wird man 
Lectüre in anderen vielleicht einige Lust erweckt haben 
finden, daß nur auf diese Weise die gehörige Kenntniß 
könnten, fordern wir unsere verehrten Leser auf, mit¬ 
vom Römischen Rechte selbst sowohl, als die so höchst 
unter irgend einen Titel des Corpusjuris mit uns 
nöthige allgemeine Ausbildung des juristischen Sinnes 
durchzulesen, unsern Bemerkungen dazu ein williges 
und Verstandes zu erwerben sey, und daß nur dadurch 
Ohr zu leihen und uns wo möglich auch ihre Bemer¬ 
zugleich der sichere Standpunkt gewonnen werde, von 
kungen und Gegenerinnerungen nicht vorzuenthalten. 
dem aus man mit Nutzen und Erfolg die theoretischen 
Sicher wird durch einen solchen Austausch der Gedan¬ 
Darstellungen Anderer zu würdigen im Stande sey, 
ken das Interesse für diese Lectüre sehr gefördert wer¬ 
Daher unterwerfen denn auch die nachfolgenden Be¬ 
den können. Und welche Lectüre ziemt den Juristen 
merkungen sich nicht nur willig einer solchen selbsteig¬ 
mehr, und verspricht zugleich einen so mannigfachen 
nen Prüfung eines Jeden, sondern sie haben auch ohne 
Nutzen und eine so wohlthuende Geisteserquickung, wie 
diese gar keine Bedeutung. Mangel an Raum erfor¬ 
diese, sobald sie mit rechter Lust und Liebe, und in der 
dert aber, überall nur das Wichtigere hervorzuheben. 
richtigen Weise betrieben wird! Dazu gehört aber, daß 
Den Anfang mögen nachfolgende Bemerkungen zum 
man zunächst mit völliger Unbefangenheit an einen sol¬ 
Titel der Pandecten: De rei vindicatione machen. 
chen Titel geht, sich im Allgemeinen über ihn und 
Max-Planck-Institut für
	        
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