Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

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welche im Stande wären, ihre Wissenschaft wahrhaft zeitge¬ 
Amerika geöffnet wird, erscheint ihm die Rechtswissenschaft 
mäß zu fördern, sich einer ausführlichen methodologischen 
zugleich in ihrer rechten Würde und Annehmlichkeit, und 
Arbeit in der Art unterzögen, daß sie zunächst die Geschichte 
während sonst die jungen Männer leicht von Anfang an 
und gegenwärtige Lage jeder Disciplin entwickelten und 
mit Unmuth und Lässigkeit erfüllt werden, so ist zu erwar¬ 
hierauf nachwiesen, worauf der Hauptgesichtspunkt gerichtet 
ten, daß sie für ihre fernern Studien durch die Encyclopä¬ 
werden müsse, was verfehlt und übersehen worden sey, was 
die wahrhaft erfrischt und gekräftigt werden. Auch ist der 
neu erstrebt werden müsse, welche Hülfsmittel und Aussich¬ 
Umstand nicht zu übersehen, daß die Encyclopädie dadurch 
ten uns dafür zu Gebote ständen u. dgl. Solche, nicht 
ihr bestimmtes Gebiet erhält, und der Zuhörer nicht befürch¬ 
für den ersten Anfänger, sondern für geförderte Rechtskun¬ 
ten darf, dasselbe, was die spätern Vorträge lehren, zum 
dige geschriebenen wahren Methodologien entweder der ge¬ 
Vorans in Miniature zu erhalten, was den ganzen Vortheil 
sammten Rechtswissenschaft oder einzelner Hauptzweige der¬ 
encyckopädischer Vorträge sehr problematisch macht, da 
selben, würden von wesentlichem Nutzen seyn, besonders weil 
Nichtwissen besser ist, als Halbwissen und an das nicht 
mit dem erweiterten Blicke meistens auch eine erfreulichere 
vollständig Erkannte sich, bei dem ersten Anfänger besonders, 
Ansicht und damit eine lebhaftere Theilnahme, worauf am 
so leicht allerlei Nebenvorstellungen anreihen, die später der 
Ende alles ankommt, gewonnen würde. Manches dieser 
umfassenden Darstellung mehr hinderlich, als förderlich sind.— 
Art leistet sicher die Waltersche Encyclopädie, auf die wir 
Vorliegende Encyclopädie, in der wir nur die literärischen 
später zurückkommen werden. 
Nachweisungen und Notizen, welche die Falksche Encyclo¬ 
E. 
pädie so auszeichnen, ungern vermissen, handelt im 1sten 
Buche von den allgemeinen Begriffen über Recht und Staat, 
im 2ten vom Römischen Rechte, so daß die Rechtsgeschichte, 
Uebersicht der höchsten JustizBehörden für 
und die Grundsätze des PrivatRechts und CriminalRechts 
sämmtliche Kaiserl. Königl. Oesterreichische 
besonders abgehandelt werden; im 3ten vom canonischen Rechte, 
Staaten, mit Ausschluß Ungarns und Sie¬ 
wo Geschichte, katholisches und evangelisches Kirchenrecht 
benbürgens *). 
unterschieden ist; im 4ten vom Germanischen Rechte, mit Un¬ 
terscheidung der Geschichte, des Staatsrechts, des Privat¬ 
A. Die K. K. oberste Justiz Stelle zu Wien. 
Rechts, und des Lehnrechts; im 5ten vom Europäischen 
Sie ist zugleich Justizministerium, Gericht höchster In¬ 
Völkerrecht, und zwar des Friedens und des Krieges. — 
stanz und oberste inspicirende und controlirende Behoͤrde fuͤr 
Gewiß würde sich eine Darstellung des gemeinsamen 
alle ihr untergebenen Gerichte. Sie theilt sich in den Oester¬ 
Europäischen Rechtes nach solchen Gesichtspunkten auch für 
reichischen, den Böhmisch-Gallizischen, und den Lombar¬ 
eine größere, auf selbstständige Untersuchungen und Nachfor¬ 
disch=Venetianischen Senat; die beiden ersten Senate bilden 
schungen gebaute Arbeit sehr eignen; da wir in unsern wis¬ 
eine vereinte Behörde und haben sihren Sitz in Wien, der 
fenschaftlichen Studien und Forschungen nur zu häufig daran 
letztere ist von den beiden andern getrennt, hat seinen Sitz 
erinnert werden, wie unwissend wir meistens noch im Betreff 
in Verona und bildet die oberste Justiz Stelle für die Italieni¬ 
des Auslandes sind und da wir doch die große Bedeutung 
schen Provinzen. 
desselben namentlich für Germanistische Studien so bereit¬ 
Der Personal Bestand des Oesterreichischen und Böh¬ 
Möchten auch hier tüchtige größere 
willig anerkennen. — 
misch=Gallizischen Senates in Wien ist folgender: 
Arbeiten gedrängteren Darstellungen in Lehrbüchern recht den 
Oberster Justizpräsident: von Plenciz. Zweiter Präsident: 
Weg bahnen! — 
von Fechtig. Vicepräsident: von Ulm. Hofräthe: v. Zeiller, 
Daß die Methodologie hier ausgeschlossen ist, scheint uns 
v. Stojowsky, Schwarz, v. Hanisch, v. Conci, Morack, | | 
nicht unzweckmäßig; da dem ersten Anfänger wohl allgemeine 
Winke wie er seine RechtsStudien einzurichten habe, gege¬ 
ben werden können, besondere Regeln aber für jeden einzel¬ 
7 Vom Einsender auf einen in einer frühern Nummer dieser 
nen Zweig der Rechtswissenschaft füglicher dem Vortrage 
Blätter ausgesprochenen Wunsch des Herausg. mitgetheilt aus 
desselben aufbewahrt bleiben. — Dagegen wäre es gar sehr 
dem K. K. Oestreichischen Staats Schematismus vom 
J. 1828. 
wünschenswerth, wenn anerkannte tüchtige Rechtsgelehrte, 
Max-Planck-Institut fü
	        
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