Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
sische 
Uri 
tung. 
Herausgegeben 
von 
Chr. Fr. Elvers, 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
Mittwoch, den 29. September 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. 78. 
Ueber den nationalen Standpunkt des Rechts¬ 
ben ausgesprochen, oder die Nation als solche anerkannt. 
Daß diese nun aber in Beziehung auf individuellere Verhält¬ 
gelehrten. 
nisse auch innerlich in Stände, Alter u. s. w. getheilt er¬ 
Vom Herausgeber. 
scheint, und man z. B. auf den Ausspruch der Standes¬ 
genossen provocirt, ändert in der organisch entwickelten Ein¬ 
heit des Volkes nichts. Je mehr wir aber diese erwägen, 
(Schluß.) 
desto erfreulicher tritt uns der Reichthum des innern Natio¬ 
In diesen Worten ist zugleich auf eine practische und an¬ 
nalLebens entgegen, desto deutlicher erkennen wir, wie alles, 
schauliche Weise das Wesen des innern NationalLebens be¬ 
was sich als gut und schön irgendwo im Bereich der Na¬ 
zeichnet, das wir als den Grund alles Rechts in Anspruch 
tion entfaltet, dem inneren Gesammtleben desselben angehört, 
genommen haben. Denn wenn gleich Alle, Kranke und 
wie aber auch jede partielle Krankheit und Schwäche auf 
Gesunde, Gute und Böse zur Nation gehören; so ist doch 
das Ganze zurückwirkt. Geist und Körper, Inneres und 
der Inbegriff jener gesunden, kräftigen und braven Männer 
Aeußeres scheinen aber auch hier vereint; so daß man in 
die natürliche und nächste Vertretung der Nation; weil in 
Wahrheit sagen kann: die Nation hat Fleisch und Blut, kann 
ihnen das innere NationalLeben, das ein Jeder, wenn auch 
gesehen und gefühlk werden, da jeder Einzelne ein wirkliches 
unbewußt, in sich trägt, nicht durch Krankheit, Schwach¬ 
und wahrhaftes Glied seiner Nation ist. Wenn wir nun aber 
heit, oder Schlechtigkeit entstellt und gelähmt ist, sondern 
auch den geistigen Zusammenhang des NationalLebens bis 
frei waltet und frei sich nach allen Seiten hin ausspricht. 
in die einzelnen Glieder und ihre innersten, ihnen selbst oft 
Solche Männer und ihre Aussprüche hat daher auch das 
unverständlichen Geisteszustände verfolgen können; so tritt doch 
ältere Deutsche Recht, so gut als das Römische, hoch in 
das NationalLeben als solches entschiedener hervor in allem, 
Ehren gehalten, und kein Kundiger kann übersehen, wie viel 
was einen öffentlichen Charakter annimmt. Dahin gehören 
namentlich Letzteres dem Arbitrium boni viri verdankt. 
nun aber nicht bloß die öffentlichen Interessen, sondern vor 
Wenn nun aber anerkannt wird, daß grade solche Männer 
allen auch die öffentlichen Behörden. Wenn gleich bei diesen 
da hervortreten müssen, wo Ausspruch, Fortbildung, Dar¬ 
wieder ein eigenthümlicher Organismus erscheint mit Ober¬ 
stellung des Rechtes in Frage steht; so ist damit auch ihr 
Neben= und Unterordnung; wenn auch für die verschiedenen, 
inneres geistiges Seyn als der Grund anerkannt, woraus 
oder selbst für die nämlichen Seiten der öffentlichen Natio¬ 
alles Recht hervorgeht. Indem man sich auch zuversichtlich 
nalInteressen oft ganz unabhängige Vertretungen und Behör¬ 
auf jeden braven und verständigen Mann beruft, einerlei 
den sich finden; so ist doch durch die Organisirung bewirkt, 
welchen; so ist damit zugleich die nothwendige Einheit dersel¬ 
daß die Nation nicht bloß in ihren gemeinsamen Interessen 
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(-Planck-Institut fü
	        
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