Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
1 4 
5. 
lstt 
Zeitun 
g. 
Herausgegeben 
von 
C h.r. 
Elbers, 
Fr. 
., ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
Sonnabend, den 5. Mai 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. 3G. 
n 
Rechtsspruch der Heidelberger Juristen Facul¬ 
Gesetz gibt geltend macht; gewiß wird das Spiel weit 
tät über das Recht der Zurückforderung des im 
weniger Reitz haben, wenn jeder Spieler weiß, daß er 
Hazard Spiel Verlorenen. 
auch im Falle des Gewinnes die schon empfangene Summe 
wieder auf Klage des Verlierenden zurückgeben muß, wäh¬ 
(Zu den im Jahrgange 1828 dieser Zeitung, Nr. 51 u. Nr. 119. 
mitgetheilten Entscheidungen und Gutachten gehörend.) 
rend da wo nur Strafen gedrohet sind, die Spielenden 
viel sicherer vor der Entdeckung und Strafanwendung sind. 
(Schluß.) 
d. Wollte man annehmen, daß durch die Mecklenburgischen 
o. Der Mecklenburgische Gesetzgeber spricht überall den Haß 
Gesetze die L. 3. Cod. de aleat. außer Wirksamkeit hätte 
gegen das Spiel als eine unerlaubte Handlung aus, er¬ 
gesetzt werden sollen, so würde dem im Spiel Getäusch¬ 
klärt sie daher als strafbar, und zeigt dadurch, daß das 
ten odet dem Verlierenden gar nicht geholfen werden. Es 
ParticularGesetz wohl nicht milder als das Römische 
i“ ist entschieden Geist der Römischen Ansicht, dem Verlieren¬ 
Recht seyn wolle. Es ist vielmehr sehr begreiflich, daß 
den das Recht zuzusichern, das im Spiele Verlorne wie¬ 
der Mocklenburgische Gesetzgeber die Bestimmungen des 
der zu erhalten, und von jeher hat man in Bezug auf 
Römischen Rechts welche auf Unterdrückung des Spiels 
die Anwendung des Röm. Rechts in Deutschland die Re¬ 
abzielen noch schärfen wollte, so daß die Römischen pri¬ 
gel entscheiden lassen, daß da wo vermöge des Röm. 
vatrechtlich wirkenden Normen neben den Deutschen Straf¬ 
Rechts einer Privatperson Rechte zustehen, der Wille des 
bestimmungen bestehen sollten. Wollte man aber das Ge¬ 
Particular Gesetzgebers diese Rechte den Bürgern zu ent¬ 
gentheil annehmen und behaupten, daß durch das Mecklen¬ 
ziehen nicht angenommen werden darf, wenn nicht aus¬ 
burgische Strafgesetz die Anwendung der L. 3. Cod. de 
drücklich das ParticularRecht das ganze Verhältniß auf¬ 
aleat. hätte aufgehoben werden sollen, so würde der 
hebt, aus welchem gemeinrechtlich das Recht abgeleitet 
Sache nach eine größere Gelindigkeit der Gesetzgebung 
wird. Da nun das Mecklenburgische Gesetz, welches 
eintreten; denn es ist unvermeidlich, daß da wo nur öffent¬ 
Strafe der Spielenden verordnet, sehr wohl neben der 
liche Strafen gegen Handlungen, die nach Volksvorur¬ 
privatrechtlichen Wirkung, die die L. 3. Cod. de aleat. 
theilen und Gewohnheiten nicht unerlaubt scheinen, angeordnet 
ausspricht angewendet werden kann, so ist wohl im Zwei¬ 
sind, weit seltener die oͤffentliche Behoͤrde zur Kenntniß der Hand¬ 
fel, da auf keinen Fall der Wille des Mecklenburgischen 
lungen gelangt, so daß die Strafe selten zur Anwendung 
Gesetzgebers das Röm. Recht in Bezug auf Spiel aufzu¬ 
kommt, während da wo der Privatmann durch seine An¬ 
heben klar erhellt, die Pflicht des Richters begründet, 
zeige etwas gewinnen kann, weit mehr darauf gerechnet 
das Röm. Recht neben dem einheimischen Strafgesetze 
werden darf, daß der Verletzte seine Rechte die ihm das 
Lanzuwenden. 
36 
ibliothek 
Max-Planck-Institut für
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer