Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

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selbe von einem einseitigen Standpunkte wol noch auffassen, 
einer christlichen Kirche bekennt, nehmen von einem höheren 
nach seiner sittlichen Seite hin gehörig gewürdigt wird. 
Standpunkte jene sittlichen und religiösen Verhältnisse die 
C. Heiberg. 
Qualität von Rechtsbeziehungen an, da Religion und Kirche 
zugleich ein gewußtes und gewolltes jedem Staats¬ 
mitgliede geworden ist und zu werden beginnt, weshalb auch 
Lehrbuch des Teutschen gemeinen Criminal¬ 
jetzt die Vergehen gegen Religion und Kirche unter das 
Rechts, mit besonderer Rücksicht auf das im Jahre 1813 
Strafgesetz fallen. An dieser innerlichen Betrachtung, wel¬ 
publicirte Strafgesetzbuch für das Königreich Baiern. Aus¬ 
che Ref. hier nur andeuten kann, hätte der Verf. dann nach¬ 
gearbeitet vom Geheimen Justiz= und Ober AppellationsGerichts¬ 
weisen können, wie diese Verbrechen je nachdem man auf 
rathe Dr. Martin zu Jena. Zweite verbesserte und ver¬ 
den Ursprung der Rechtsidee, oder auf den höheren Schutz, 
mehrte Ausgabe. Heidelberg, 1829. 4. 8. 
unter dem ihre einzelnen Organe im Staate stehen, sieht - 
Der Verf. geht bei der Begründung des Strafrechts von 
an die Spitze des besonderen Theils mit Roßhirt und wie 
dem Staate aus, indem nach seiner Ansicht dessen Eristenz 
der Verf. gethan oder am Schluß des Systems mit Abegg 
zugleich die Befugniß gibt, gegen widerrechtliche Angriffe An¬ 
zu stellen wären. — Andrerseits verbindet der Verf. überal 
drer sich als moralische (juristische) Person zu schützen und 
das Geschichtliche mit der ethischen Entwicklung und gibt 
zu erhalten. Indem das Verbrechen außer der Kränkung 
und erweckt durch diese Zusammenstellung neue Betrachtungen. 
des Verletzten für das Fortbestehen des Staats eine Gefahr 
Aber auch die historische Methode nimmt der Verf. nur theil¬ 
veranlaße, könne dem Staate als juristischer Person das 
weise auf, indem er behauptet I. S. 83., daß die Antiqui¬ 
Recht nicht abgesprochen werden, dem Verbrecher Strafe zu¬ 
die Philologen, Geschichts- und Alterthums¬ 
täten 
zufügen, welche den Zweck habe, jene Gefahr für die juristi¬ 
forscher, nicht aber für den Juristen Werth hätten. Da 
sche Person des Staats abzuwenden. Es wird demnach das 
aber jedes Institut sich aus kleinen Anfängen hervorbildet 
Strafrecht durch das Recht der Nothwehr des Staats, 
und sein rechtes Wesen nur im Zusammenhange seiner ganzen 
sich als juristische Person zu erhalten, begründet. 
Zeitumgebung erkannt werden kann, so dürften wir von den 
Daß der berühmte Verf. diese Theorie consequent durchge¬ 
Antiquitäten wol schwerlich den Blick abwenden. Sie sind 
bildet, bedarf für den keiner weiteren Nachweisung, der die 
die eigentlichen Bausteine und abgesehen von dem, was durch 
logische Schärfe desselben kennt, daß aber dadurch die specu¬ 
sie schon an Deutlichkeit gewonnen ist, werden die sorgsa¬ 
lative Untersuchung über das, was Unrecht und Verbre¬ 
men Bestrebungen unsrer Zeit, die Antiquitäten aller Völker 
chen an sich sey, übergangen ist, möchte zugleich einleuchten 
zu sammeln und zu erläutern, in manche Rechtsanschauung 
da nur als Verbrechen jedweder Angriff gegen den Staat 
erst ein klares Verständniß bringen. — Eine andere Eigen¬ 
erscheint, wodurch dessen Eristenz bedroht wird. Daher muß 
thümlichkeit dieses Handbuchs ist, daß nach der sorgfältigen 
der Verf., nachdem er eine geschichtliche Einleitung in die 
Darstellung jeder einzelnen Materie des gemeinen Cr. R., 
Geschichte der Deutschen Strafgesetzgebung und der Crimi¬ 
die Bestimmungen der Preußischen, Oesterreichischen, Baierschen 
nalRechtswissenschaft und eine dogmatische Einleitung, worin 
und Französischen Strafgesetzgebung hinzugefügt sind. Für 
er hauptsächlich seine Theorie entwickelt, gegeben, ganz con¬ 
manchen Practiker ist dies eine angenehme Zugabe, der jene 
sequent den allgemeinen Theil mit der Erörterung der Straf¬ 
Gesetzbücher nicht besitzt. Die Anknüpfungspunkte dieser 
gesetze beginnen. Denn da nicht das Unrecht an sich ge¬ 
neuen Legislationen, an das gemeine Deutsche Criminalrecht 
büßt wird, sondern nur der Angriff abgewehrt, so muß der 
hat der Verf. durch die Praris — meistens aus Carpzow 
Staat wenigstens die Normen angeben, die verletzt eine Be¬ 
geschöpft — sehr gut vermittelt; doch hätte auf historische 
strafung nach sich ziehen, indem nur das ein Verbrechen 
und doctrinelle Weise hier und da wol noch mehr der Ueber¬ 
seyn kann, was das Gesetz zu unterlassen geboten hat. Wenn 
gang hervorgehoben werden können, obwol dann auch auf 
der Verf. den Staat als den Mittelpunkt des Strafrechts 
andere Gesetze und Gesetzentwürfe Rücksicht zu nehmen ge¬ 
betrachtet, so ist dies gewiß sehr richtig, allein andrerseits ist 
wesen wäre. Die klare Sprache und der ethische Stand¬ 
jede Nothwehr und Selbsterhaltung nur ein subjectives Ver¬ 
punkt dieses ausgezeichneten Werks wird vielfach beitragen, 
halten und Seyn und daher negativer Art, welches eben 
daß das Strafrecht auch bei ältern Practikern, welche das¬ 
sowohl jeden andern anerkennt, so lange es nicht beeinträch¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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