Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 2 (1782))

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von gemeinen und besondern Rechten. Nun wäre es 
sehr unschicklich, und wider die gute Ordnung der bey= 
den Rechte gefehlt, wenn der Pabst, welcher mehr aus 
Nachsicht, als gegründeter Observanz annoch Probstey= 
en in Deutschland vergeben darf, eine weit längere, und 
unbestimmtere Zeit verlangen wollte. — Uns deucht 
nicht nö hig zu seyn, mehrere Gründe anzuführen, in¬ 
dem die übrigen des Hrn. Verfassers mehrentheils auf 
Wir halten es 
diese einzige Probe hinauslaufen. — 
auch für überflüßig, die Einwendungen der Kurialisten 
beyzufügen, und verweisen unsere Leser an des Hrn. V. 
Abhandlung de Alternativa mensium §. 50. Wir wol= 
len nur noch ein ganz neues Beyspiel, das sich gar schön 
hieher schickt, anführen. Das St. Mauritzstift in 
Mainz bat noch nicht lange um Erlaubniß, einen Probst 
wählen zu dörfen, indem drey Monate fürüber wären, 
und bis jetzt kein Römischer Provisus erschienen seye; 
das Stift legte seiner Bittschrift einen Protokollaraus= 
zug bey, daß es schon im Jahre 1558. aus der nemli= 
chen Ursache Wilhelm Eberstein zum Probst gewählet, 
und denselben den 23. Decemb. in den Besitz immitti= 
ret habe. 
Dies wäre nun ein kurzer Auszug dieser Abhand= 
lung. Wir wünschen, daß Hr. V. trotz der häusigen 
Geschäfte im geistlichen Fache, das Publikum mit mehr 
dergleichen Schriften, welche die Rechte der deutschen 
Kirchen in ein helleres Licht setzen, bereichern möge. 
IV. 
Dissertatio inauguralis de Clerico ob assum¬ 
tam militiam beneficium suum ipso jure 
haud 
Vorage ULS 
Max-Planck-Institut für 
FG 
europäische Rechtsgeschichte 
Untersitats und
	        
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