Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 2 (1782))

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b.) Weil noch kein Mensch, der auch von allen 
Vorurtheilen frey war, sich von den gedachten inneren 
Trieben frey sprechen konnte. 
c.) Wenn diese Jnstinkte nur blosse Vorurtheile und 
Betrüge wären, so würde das ganze menschliche Ge¬ 
schlecht, welches solche fühlt, in einem der abscheulichsten 
allgemeinen Jrrthume seyn, welches Gott nicht zulassen 
könnte. 
Wir können dieses ganze Gedankensystem bey der 
Ausführung des oben angeführten Satzes nicht anders 
als sehr natürlich und artig empfehlen; und so müssen 
wir auch von den meisten üͤbrigen einzelnen Säͤtzen glei¬ 
ches Urtheil fällen. Nur bemerken wir weiter überhaupt, 
daß fast mehrere Sätze der Ethik als des eigentlichen 
Naturrechtes seyn. 
Wir haben hiemit die Güte und nicht gute Seite des 
besagten Naturrechts=Kompendium nach unserer Einsicht 
vorgelegt; wir lassen nun unsre Leser ein allgemeines 
Schlußurtheil darüber fassen; glauben indessen, daß Hr. 
D. nichts geleistet habe, was nicht schon besser und voll= 
ständiger geleistet worden, und daß also dieses seinen 
Zweck verfehlende Werkgen gar wohl in der Feder seines 
Schöpfers hätte verbleiben können. | | 
III. 
Joannis Georg. Schloer J. U. D. & in Alma 
Universitate Mog. Sacr. Canonum Prof. 
Publ. & Ord. Dissertatio Juris Publici Ec¬ 
clesiastici ad Concordata Germaniae de 
Præpo- 
Volage ULs 
Max-Planck-Institut für 
niversitäts u 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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