Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

der Reichsstadt Rotweil | 
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gedoppelte Weise verdient gemacht, einmal, daß 
er durch diesen Unterricht über die Rotweilische 
Stadtverfassung keinen unwichtigen Beitrag zum 
Reichsstädtischen Staatsrecht geliefert, sodann aber 
und vorzüglich dadurch, daß er durch diese seine 
populäre Arbeit zu Vorlesungen über die vaterlän¬ 
dische Staatsverfassung, mithin zu einer gewiß 
nüzlichen und ganz neuen, ja in einer Reichs¬ 
stadt bisher ganz einzigen Anstalt dieser Art den 
Weg gebahnt hat. In der Vorrede wird gezeigt, 
wie es einem reichsstädtischen Bürger wesentlich 
obliege, seine Stadtverfassung gründlich kennen 
zu lernen, um dadurch deutliche Begriffe von sei¬ 
nen bürgerlichen Rechten und Pflichten zu erwer¬ 
ben, und, wie es mit Billigkeit zu verlangen seie, 
daß insbesondere diejenigen, welche sich dem Stu¬ 
dieren wiedmen, oder sonst, ihre Fähigkeiten bes¬ 
ser auszubilden, Gelegenheit haben, von ihrer 
Stadtverfassung vollständiger unterrichtet seyn soll¬ 
ten. Der Geistliche bleibt immer Glied seiner 
Vaterstadt, wenn es schon zu seinem Berufe nicht 
gehört, sich in politische Angelegenheiten zu mi¬ 
schen. Der Jurist hört zwar das deutsche Staats= 
recht auf Universitäten in seiner Ausdehnung, aber 
die Fälle sind nicht selten, daß auch der wissent¬ 
schaftliche Mann, des Auswärtigen kundig, in 
manchem Theile seiner Verfassung ein Fremdling 
ist. Diejenigen, welche nicht studieren, sondern 
nach Ausbildung ihrer Verstandeskräfte eine Kunst 
oder ein Gewerbe waͤhlen, werden ohne Unterricht uͤber 
die 
E 
Vorage 
Universität 
/Marburg 
europäische Rechtsges 
chic
	        
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