Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

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der Reichsstadt Dortmund. 
sehr, daß man es anstößig findet, wenn der Ad¬ 
vocat die Rechnung einschikt, da doch jeder von 
seinem Gewerbe leben wolle." Mit der Compen¬ 
sation der Kosten ist man in D. auch noch zu 
treigebig. Sechste Abtheilung. Von den 
Prozeß=Ordnungen und Statuten. Dem 
Hrn. Syndicus Hiltrop ist seit einigen Jahren 
der Entwurf einer neuen Prozeßordnung aufge¬ 
tragen, deren Beschleunigung die ganze Bürger¬ 
schaft wünschet, da man jezt im Dunkeln und 
Ungewißen tappt. Auch hat man in D. keine 
Statutensammlung, welche Gesezeskraft hätte. 
Nur eine geschriebene Sammlung der Gewohnhei¬ 
ten älterer Zeiten befindet sich auf dem Rath¬ 
hause. Man folgt in neuern Zeiten den gemei¬ 
nen Rechten, hat aber auch mehrere davon ab¬ 
weichende Gewohnheiten und Observanzen, so wie 
viele besondere Polizei-Cameral- und Justiz¬ 
verordnungen. Doch fehlt es an guten, bestimm¬ 
ten und vollständigen Verordnungen über Mate¬ 
rien des deutschen Privatrechts, in deren Entschei¬ 
dung dann freilich selten feste Grundsäze befolgt 
werden. Der Verfasser verspricht im Magazin 
für Dortmund ein chronologisches Verzeichniß 
der Fortigen Verordnungen, so wie ein Promtua¬ 
rium über dieselben nach alphabetischer Sachord¬ 
nung, und eine Abhandlung über die Gewohnheit 
ten und Observanzen in D. Den Beschluß die= 
ses Bändchens macht die Bellage: Jst der Be¬ 
siz von Capitalien oder liegenden Gründen 
vor= 
E 4 
Vorage 
Max-Planck-Institut für 
Plips  Universitat 
Marburg 
DF 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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