Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

334 ǀ XVIII. Nürnbergs Unterwerfung 
und vor ganz Deutschland rechtfertigen, wenn Sie 
erweisen können, daß Sie den Willen des Staats 
ordnungsmäßig respektiret — überzeugt end¬ 
lich — daß Hochdieselben hierinn dem Bey¬ 
spiel anderer Reichsstädtischen Magistrate rühm¬ 
lichst nachfolgen werden, welche öfters, bey 
minderwichtigen Gegenständen, die entscheiden¬ 
de Stimme ihrer Mitbürger aufgefordert haben -- 
verharren wir in sicherer Anhoffung der Erfüllung 
unserer vorgelegten Bitten, mit den Gesinnungen 
vollkommenster Verehrung und Ehrerbietung 2o. 
Vortrag. 
Geliebte Mitbürger! 
Wir alle, die wir hier versammelt sind, ha¬ 
ben die unausstehlichen Drangsalen gesehen und 
erfahren, die unsere geliebte Vaterstadt noch vor 
wenig Tagen zu erdulden gehabt hat; wir alle 
wissen, auf welche schrekliche Weise vorzüglich die 
Nürnbergische Landschaft gelitten hat; wir alle 
werden uns noch lebhaft erinnern, was bei dem 
Rükzug der französischen Truppen hie und da 
vorgefallen ist. Von diesen Drangsalen sind wir 
zwar befreiet, nicht aber von den Wunden, die 
sie uns geschlagen haben, nicht von der Besorg¬ 
niß. 
— 
— 
Plos  Unvesteit 
Marburg 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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