Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

III. Die Verfassung 
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Manne bekannt, der an seinem Theile durch diese 
Arbeit in Rüksicht Dortmunds das Seinige red¬ 
lich geleistet und sich dadurch als einen aufgeklär¬ 
ten Rathsherrn 
zugleich aber auch als einen 
Reichsstädtischen Patrioten erprobt hat. Das 
erste Bändchen des Mallinckrodtischen Werkchens 
über Dortmund ist nach einer vorausgeschikten 
— Jn 
kurzen Statistik eigentlich staatsrechtlich. 
der Einleitung schikt der Hr. Verfasser seine Ge¬ 
danken über die Frage voraus: Warum sind die 
Reichsstädte überhaupt nicht so glüklich, wie 
es so kleine Republiken nach dem wahren 
Geiste ihrer Verfassung wohl seyn könnten? 
Er glaubt, daran wären schuldig: i) Mangel 
an Gemeingeist und edlem Patriotiomus. 
Die Gründe dieses Mangels sucht er auf a) in 
der langen Dauer der republikanischen Verfassun¬ 
gen dieser Städte, welche allmählich Mattigkeit 
hervorbringe, b) in der abgekommenen militairi¬ 
schen Verfassung dieser Städte, bei welcher der 
Gemeingeist mehr Gelegenheit, sich zu äußern, 
und mehr Nahrung finde; c) im Mangel an rich¬ 
Zum Behuf der leztern sollten | 
tiger Publicität. 
der Zustand der Finanzen, die Gründe der einzel¬ 
nen Verordnungen, alle öffentlichen Verträge und 
wichtigen Stadtangelegenheiten in einem eigenen 
Ferner 
Bürgerblatte bekannt gemacht werden. 
findet er eine Ursache des ermangelnden Gemein¬ 
geists d) in der fehlerhaften Erziehung. Ich trete 
allem diesem von Herzen bei, glaube aber, daß 
Gemein¬ 
— 
Universität 
Philipps 
Marburg 
DFC 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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