Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

XIV. Steuerfuß 
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bis sie 22 Jahre alt sind, von 100 fl. bei der 
Jahrssteuer nur 30 kr. und bei der Extrasteuer 
nur 20 kr. — Für auswärtige Dienstbothen wird 
3 kr. vom Kopfe, und alle 3 Jahre für Haus= 
räuchin 10 kr. erlegt. — Einem neugeheurathe¬ 
ten Bürger wird die erste Extrasteuer verehrt 
und wer auswärtige Erbschaften oder Glüksfälle 
hat, darf solche erst nach Verfluß eines Jahres 
versteuern. — Auf Vermögensverheimlichung ist 
Confiscationsstrafe gesezt. — Wenn Eltern ihren 
Kindern Capitalien unverzinslich anleihen, so 
müssen die leztern solche versteuern.— Die Nach¬ 
steuer belangend, so hat ein wegziehender Bür¬ 
ger laut kaiserlichen Privilegii 3 Nachsteuern, 
wie sie bey der Jahrssteuer gegeben wurden, zu 
bezahlen, Auswärtige aber, welche in Ißni er¬ 
ben, erlegen 10 Procent. Heurathgüter bezahlen 
gleichfalls 3 Nachsteuern, die Ausfertigung aber 
geht frey aus. In allen solchen Fällen soll auch 
darauf, was mit andern Orten hergebracht ist, 
Rüksicht genommen werden. — Bürger versteu¬ 
ern, was sie im Auslande an Stabilien kaufen 
oder erben, nach dem Steuerfuß der Stadt Jß= 
ni; Fremde versteuern ihre im Stadtetter zu Iß= 
ni gelegenen Güter doppelt. — Mobilien, als 
zum Kauf aufgeschüttete Früchte, Weinlager, 
Malz, Bier und Gerste, auch andere Handels= 
waaren und Handwerksvorrath sind wie baares 
Geld zu versteuern. — Bürger, welche weder lie¬ 
sollen 
gendes noch fahrendes Vermögen haben, 
neben 
— 
Max-Planck-Institut für 
Philipps 
Universität 
Marburg 
DI 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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