Full text: Beyträge zur juristischen Biographie, oder genauere litterärische und critische Nachrichten von dem Leben und den Schriften verstorbener Rechtsgelehrten auch Staatsmänner, welche sich in Europa berühmt gemacht haben (Bd. 6, St. 1 (1780))

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XII. 
Christian Wildvogel. 
Die Stadt Halle im Herzogthum Magdeburg, wo 
dieser verdiente Gelehrte am 13. August 1644. 
sein Leben anfieng, zählt auch ihn unter ihre beruͤhmte¬ 
sten Sohne. Der Vater desselben Georg Wildvo¬ 
gel, des Herzogs August Rath, und geheimer Lehns¬ 
sekretarius, hatte sich den Ruhm eines geschickten Juri¬ 
sten erworben. Seinem Sohne ließ er im zarten Alter 
von Hauslehrern die ersten Begriffe der Wissenschaften 
beybringen, und diese wurden alsdann auf dem Gym¬ 
nasio daselbst, unter Valentin Bergers, und des Con¬ 
rektors, Gottfr. Lipens, Anführung, theils in den 
gelehrten Sprachen, theils in den Regeln der Bered¬ 
samkeit und Philosophie, immer vollständiger. 
Diese Laufbahn, welche ihm ganze drey Jahre 
zum Gegenstande seines Fleißes bestimmt worden war, 
verließ er, nach einer vertheidigten logikalischen Dispu¬ 
tation de contrariis, 1663. und wählte im achtzehenden 
Jahre des Alters die Leipziger hohe Schule, um die ju¬ 
ristischen Studien zu treiben. 
Sein Schwager, der 
Fürstl. Sächsische Hof= und Consistorialrath, Jahann | | 
Christoph Herold, hatte ihm zu Halle bereits einigen 
Vorschmack darinn gegeben, und nun machten Quirin 
Schacher, Bartholom. Leonh. Schwendendörf= 
fer ihn genauer damit bekannt. Jacob Thomasius 
aber, nabst andern Lehrern der philosophischen Fakultat, 
befriedigten seine Wißbegierde in allen denenjenigen Fa¬ 
chern der Gelehrsamkeit, welche die unentbehrlichsten 
Vorbereitungen zur Kenntnis der Rechte sind. 
Zu 
8 
Frank¬ 
Volage. 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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