Full text: Juristisch-mathematisches Magazin (H. 1 (1798))

diese Einwendung mit triftigen Rechtssätzen noch 
gründlicher beseitigen, und solches mit wirklichen 
Beyspielen bekräftigen . 
Es heißt, man soll Kunstverständige, | | 
artisperitos, gebrauchen. Was sind aber diese? 
Nichts anders, als Zeugen, welche, weil sie 
bloße Zeugen sind, damit sie Glauben verdienen, 
besonders beeidiget werden müssen. Wenn nun 
die Aussagen der Zeugen verschieden sind, so 
sagen die Gesetze: 
Quae argumenta, ad quem modum pro¬ 
bandae cuique rei sufficiant, nullo certo modo 
satis definiri potest. — — Hoc ergo solum 
tibi rescribere possem, summatim, non utique 
ad unam probationis speciem cognitionem sta¬ 
tim alligari debere: sed ex sententia animi tui 
te aestimare oportere, quid aut credas, aut 
parum probatum tibi opinaris. — Sind die 
Worte Kaisers Hadrian in 
L. 3. §. 2. ff. de testibus. 
Wie wird nun aber der Richter in einem 
Vorfalle, wo Mathematik erfordert wird, und 
die Gutachten verschieden sind, urtheilen, wenn 
er von dieser Wissenschaft keine hinlängliche 
Kenntniß hat. 
Setze ich aber auch den Fall, wo keine 
ver= 
— 
Universitäts 
Max-Planck-Institut für 
Bibliothek 
europäische 
chtsgeschichte 
Rosto
	        
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