Full text: Juristisch-mathematisches Magazin (H. 1 (1798))

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„sagen können, was in ihre Profession läuft; 
„aber wo sind denn gleich besondere Mathe- 
„marici, die zu dergleichen täglich vorkom¬ 
„menden Sachen müssen gehohlet werden? 
„Wie oft nimmt man im Rathhause Rechnun= 
„gen von Vormündern ab: wenn nun alle 
„Bürgermeister und Rathsherren bloß so viel 
„studiret, daß sie nur Gesetze gelernt hätten, 
vürde wohl Tribonianus vor sie addiren, 
„und subtrahiren? Also ist gar klar, wenn 
„jemahls ein Jurist, wie wir zumahl itzt den 
„Namen für die so genannten Politicos neh¬ 
„men, außer der bloßen Lehre von Rechten 
„etwas nöthig hat, so ist es gewiß das 
„Srudium mathematicum, zumahl da die gene= 
„ralesten Principia davon ja wohl ohne sonder= 
„liche Kosten, und Besorgniß, das Gehirn 
„möchte Schaden nehmen, können erlernet 
„werden. Ich fordere nicht, daß er alle 
„Disciplinen davon ganz vollkommen inne 
„haben soll, denn da hätte einer mit jeder 
„Wissenschaft zeitlebens zu lernen, folglich 
„nicht, daß er Ephemerides ausrechnen, und 
„Kalender machen müsse, sondern nur die 
„generalesten Principia. 
§. 11. 
Dieses ist die Polakische in etwas laun¬ 
ige Antwort. Ich glaube aber, man kann 
diese 
Universitäts 
Max-Planck-Institut für 
Bibliothek 
europäische Rechtsgeschichte 
Rostod
	        
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