Full text: Juristisch-mathematisches Magazin (H. 1 (1798))

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kraft erweitert, und zum Begriffe praktischer 
Rechtssätze empfänglicher gemacht werde. 
Daß es aber bürgerliche Rechtsgeschäfte 
gebe, bey welchen die Mathematik unentbehr= 
lich ist, will ich ganz kurz, und zwar einstwei¬ 
len nur mit einigen Fällen aus dem ersten 
Theile der Mathematik, nämlich der Rechen= 
kunst, beweisen. 
5. 
I. Wem ist unbekannt, die bey allen Civil= 
isten und Canonisten befindliche Eintheilung der 
Justitiae in vniuersalem et particularem, und der 
particularis in commutativam & distributivam, 
die sich bis auf Grotius fortgeflanzet, dieser 
aber andere, der Sache mehr anpassende Na= 
men, nämlich lustitiam expletricem, und attri- 
butricem eingeführet hat. Fraget man, worin 
der Unterschied zwischen der lustitia commutativa 
und distriburiva in der Anwendung bestehe; so 
beißt es: bey der ersten wird die proportio 
arithmetica, bey letzterer die geometrica be= 
obachtet. 
Wenn man nun die Kenntniß der Propor= 
tion, welche die Mathesis lehret, nicht hat, und 
nicht weiß, wie aequalitas und proportio sich 
unterscheiden, der wird diesfalls immer im Dun= 
keln bleiben; wie denn, da ich es in der Folge 
er= 
— 
Universitäts 
Vorlage: 
Max-Planck-Institut für 
Bibliothek 
europäische Rechtsgeschichte 
Rostock DFG
	        
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