Full text: Zeitungen für Rechtsgelehrte (1789 (1789))

Pflicht, und die Bedingung, unter welcher er in sei= 
nem besondern Posten angestellet ist, verbinde, das= 
jenige zu lehren, (wenn ers auch nicht glaubt?) was 
der einmal bestimte und festgesezte Lehrbegrif seiner 
jedesmaligen Religionspartei mit sich bringe, und daß 
er schon nach bürgerlichen Gesezen straffällig sey und 
seinen Posten nicht länger behalten könne, wenn er 
etwas anders lehre, scheint noch einer näheren Er¬ 
läuterung zu bedürfen. 
Helmstädt. 
Commentatio juridiea de causis, quae 
privilegium dotis inutile reddunt, 
quam loco disputationis inaugura¬ 
lis &c. exhibet auctor Joh. Ferdin. 
Moeller Paderbornensis. 8. Typis 
Joh. Henr. Kühnlin. 1788. 30 Sei= 
ten. 
Jn einem netten Vortrage, woraus die Lehrart des 
Hrn. Hofrahts Oelze hervorleuchtet, werden folgend | | 
Ursachen, welche das Vorzugsrecht, das die römischen 
Geseze den Brautschazgeldern vor allen andern Gläu= 
bigern des Mannes beilegt, wieder aufheben, aus¬ 
geführet. 1) Ehebruch, und so auch jedes andere 
Verbrechen der Ehefrau, das eine gesezliche Eheschei= 
scheidung nach sich zieht, wenn solche auch nicht würk= 
lich erfolgte, macht dieselbe des Brautschazes selbst, 
folglich natürlicherweise auch des damit verknüpften 
Vorzugsrechts verlustig; 2) wenn der Mann durch 
der Frauen Schuld verarmet, oder wenn die Frau 
dem Vermögen des Mannes zum Nachteil der Gläu= 
biger böslicherweise etwas entziehet. Das leztere wird 
ver= 
— 
Universitäts 
Max-Planck-institut für 
Bibliothek 
europäische Rechtsgeschichte 
Rostoc
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer