Full text: Zeitungen für Rechtsgelehrte (1789 (1789))

schen Bemühungen der Rechtsgelehrten dazu beitra= 
gen, die Vorurteile und unpaslichen Lehren der aus= 
wärtigen Rechte für teutsche Gerichtsstühle nach und 
nach unbrauchbar und überflüssig zu machen. Unsere 
Sache ist es nicht, wie wir schon mehrmals geäusert 
haben, weitläuftige Auszüge aus juristischen Schrif¬ 
ten, worin das Unbekante mit dem Bekanten und 
tausendmal Gesagten nochmals wiederholet wird, zu 
liefern. Noch weniger werden wir uns mit unfrucht¬ 
baren Kritiken römischer und kanonischer Gesezstellen 
oder längst vergessener juristischer Altertühmer abge= 
ben. Das überlassen wir den sogenanten zierlichen 
Rechtsgelehrten und den Kathedern der Academien. 
Wir haben im vorigen Jahrgange 142 kleinere und 
größere juristische Werke angezeigt, und hoffen da¬ 
durch und durch unsere eigene Zusäze und Beurteilun= 
gen nicht wenig zur Aufklärung der Rechtskunde und 
Justizpflege in Teutschland beigetragen zu haben. Es 
sind nur noch wenig Werke aus vorigem Jahre übrig, 
die in diesem Jahre noch nachgeholet werden sollen. 
Und so erhalten unsere Leser eine volständige Nachricht 
von der juristischen Litteratur jedes Jahrs, und von 
allem, was darin Merkwürdiges erscheinet. Sie wer= 
den dadurch in den Stand gesezt, vieles zu entbehren, 
was sie sonst, durch den Titel getäuscht, kaufen wür= 
den, und manches in aller Kürze zu lesen, worauf 
sie sonst, wenn sie das Werk selbst studierten, zehn 
mahl mehr Zeit unnüz verschwenden müsten. Wir 
danken unsern gelehrten Freunden und Corresponden¬ 
ten für ihre uns mitgeteilte Recensionen und andere 
zwekdienliche Nachrichten, und bitten nicht nur sie, 
damit fortzufahren, sondern laden auch alle andere 
Kenner und Freunde der practischen Rechtsgelehrsam= 
keit ein, sich damit zu vereinigen. Auch erbieten wir 
uns, alles, was Schriftsteller, Buchhändler und an= 
dere von juristischen Sachen bekant gemacht zu haben 
wün= 
— 
Universitäts 
Bibliothek 
europäische Recht 
sgeschichte
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer