Full text: Magazin für das Kirchenrecht, die Kirchen- und Gelehrten-Geschichte nebst Beiträgen zur Menschenkenntniß überhaupt (Bd. 1 (1787))

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XVIII. Gegenseitige brüderliche Liebe 
XVI. 
Gegenseitige brüderliche Liebe 
der 
Protestanten in Göttingen. 
Fleich Brüdern, die nach einem aufgehobnen Mis¬ 
verständniß desto wärmere Freundschaft pflegen, 
leben Lutheraner und Reformirte in meiner Vaterstadt. 
Die Namen Reformirte und Lutheraner sind vie¬ 
len völlig gleichbedeutend. 
Eine unbedingte Gnadenwahl zu behaupten fällt 
keinem hiesigen Reformirten und ich glaube keinem Refor¬ 
mirten in der Welt, der auch nur die entferntesten An¬ 
sprüche auf Menschenverstand macht, mehr ein. 
Die meisten hiesigen Lutheraner haben die alte 
und ächt lutherische, mit der katholischen sehr nahe ver¬ 
wandte, Abendmalslehre verlassen und dagegen die 
nach ihrer Meinung ohne alle Vergleichung vernünfti¬ 
gere von Zwingli und Calvin angenommen. Sehr 
viele von diesen Personen, unter welchen sich Gelehrte 
der ersten Größe befinden, machen gar kein Geheim¬ 
niß aus dieser Gesinnung, selbst gegen die Geistlichen ih¬ 
rer Kirche nicht, bei welchen sie der Ordnung halber das 
Abendmal zu genießen fortfahren, und welche auch nicht 
das geringste Bedenken tragen, ihnen dieser erkannten 
Gesinnung ohngeachtet, so gut wie jedem andern dassel¬ 
be zu reichen. 
Ein 
Voltage. 
Max-Planck-Institut für 
Phlips  Universität 
Marburg 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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