Full text: Magazin der Gesetzgebung, besonders in den königl. preußischen Staaten (Bd. 1 (1781))

72 Wie kann man die öffentliche Erziehung 
bekannten Sprachen zu schreiben. Wenn man aber 
eine Wahl anstellt von den Buͤchern, welche uͤbersetzt 
werden sollen; wenn man diese Arbeit an alle Justizcol¬ 
legia vertheilt; wenn jedem, der examinirt wird, ein 
Stück davon zugetheilt, und eine Commißion festge¬ 
setzet wird, welche die Uebersetzung untersucht: so sind 
nicht nur diese Schwierigkeiten gehoben, die Muͤhe kann 
sogar durch den Verkauf der Buͤcher belohnt werden. 
Re 
Schulen, welche die Jugend für den 
Staat bilden. 
Eine Schule muß den Endzweck haben, die Jugend 
für den Staat zu bilden. Nach diesem natuͤr¬ 
lichen und vernünftigen Grundsatz wird es schlechter¬ 
dings nothwendig, einen allgemeinen Plan zu entwer¬ 
fen, nach welchem die Jugend gebildet wird. Bey 
diesem Plan müssen sorgfältig diejenigen unterschieden 
werden, die sich zur Bestimmung machen, den Staat 
zu regieren und zu verwalten. Die Hauptsache aber 
ist dabey, daß der Plan befolgt wird, und daß gewisse 
Mittel erfunden werden, damit die Ueberschreitung 
unmöglich gemacht wird. Wenn ein Schüler auf 
Universitäten geht, so muͤssen alle Schulleute ein Zeug¬ 
niß über den befolgten Plan ausstellen. Sobald die¬ 
ses Zeugniß nicht vorgezeigt wird, muß niemand auf 
Universitäten eingeschrieben werden. Es muß alles, 
was die Jugend erlernen soll, in der Muttersprache 
abgehandelt werden; man muß gleich anfangs den 
Grund= 
— 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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