Full text: Sammlung der neuesten Merkwürdigkeiten welche in das deutsche sowohl allgemeine als besondere Staatsrecht einschlagen (Bd. 2 = St. 1-12 (1776))

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sen jeder einzelnen Sätze, sowohl in der bekannten Büderbeckischen 
Deduction gegen die Regalitaͤt der Jagden 1723. 1741. fol. als vor= 
zuglich in des Herrn Vicecanzlers Struben vindiciis juris venandi no¬ 
bilitatis Germanicæe, Hild. 1739., und in seinen Nebenstunden 1. Theil 
P. 182- 296., und 2. Theil p. 584- 656. dergestalt ins Licht gesetzt 
und gegen alle Zweifel und Einwendungen vertheidiget worden, daß 
man sich statt aller weiterer Ausführung nur darauf zu eines jeden 
Ueberzeugung berufen darf; 
Folglich 6) mit der ganzen Teutschen Verfassung gar wohl über= 
einstimmt, daß auch im Geraischen die Besitzer der Ritterguͤther die 
Jagd von alten Zeiten her beybehalten haben, ohne ausdrücklich da= 
mit belehnet zu seyn; mithin sicher zu behaupten ist, daß auch hier 
die Jagd kein Regal sey, sondern einem jeden Besitzer eines Ritter= 
guthes auch darinn sein Besitz zu statten kommen muͤsse, ohne daß ihm 
solcher von der Landesherrschaft bestritten, oder ohne seine Einwilli¬ 
gung oder Verschulden sein in der gesammten Teutschen Verfassung 
gegründetes Recht genommen werden kann; 
Welches 7) so weit gehet, daß auch die jetzt so genannte hohe 
Jagd von den mittleren Zeiten her nicht zu den ehemaligen Kayserli¬ 
chen oder Köͤniglichen Regalien gerechnet werden kann, wie in Anse¬ 
hung der Urkunde von Philippo Suevo: quod populus venationem in 
Suezzenthal cum sacramentis in potestatem regum firmarit ad venandos 
apros illic & usos per tres hebdomades ante aequinoctium autumnale & 
postea usque ad festum S. Martini in HYND. metrop. Salisb tom. 1. p. 52. 
welche von einigen zum Beweise dieser Regalität angefuͤhret werden 
wollen, in Struben Nebenstunden part. 1. p. 209. und part. 2. pag. 
622. sq. mit vieler Gründlichkeit gezeiget wird; 
Inzwischen 8) in diesem Stücke doch in neueren Zeiten insonder¬ 
heit seit dem XVI. Jahrhundert her die Umstände merklich sich geän¬ 
dert 
Max-Planck-Institut für 
FC 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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