Full text: Neueste juristische Literatur (1781, St. 3 (1781))

Europäischen Gesandschaftsrecht 513 
Gleich anfangs S. 1. fällt er von diesem Werk 
das Urtheil, es sey aus denen neuesten Zeitun= 
gen wenig practisches, aber desto mehr irriges 
darinnen. Er widerlegt es aber in der Folge, 
noch in vielen einzelnen Stücken, als S. 5. 41. 
97. 109, 258. 289. 293. und hat allerdings 
mehrere auffallende Beyspiele von Fehlern des 
von Pacasse beygebracht. Jedoch S. 296. scheint 
er ihm Unrecht zu thun. Der Freyherr von Pa= 
cassi schreibt: es giebt Minister, die man gehei¬ 
me Gesandte nennt, welche nur geheime Audien¬ 
zen bey fremden Monarchen haben; übrigens aber 
aller der Sicherheit geniessen, welche öffentlichen 
Gesandten eingestanden werden, und hätten sie ein= 
mal ihre Beglaubigungsschreiben vorgewiesen, so 
kommen ihnen auch die Ehrenbezeugungen zu stat¬ 
ten. (Der H. E. R. findet es widersprechend 
ein geheimer Gesandter zu seyn und doch Ehren¬ 
bezeugungen zu geniessen, welche öffentlichen Ge¬ 
sandten zustehen. Aber, unsers Bedünckens 
äümt der Freyherr von Pacassi einem geheimen 
Gesandten nur erst alsdenn das Recht ein, Eh= 
renbezeugungen zu fordern, wenn er einmal sein 
Beglaubigungsschreiben vorgewiesen, das ist, wie 
wir ihn verstehen, sich öffentlich legitimirt und 
also nicht mehr als ein geheimer Gesandter be¬ 
trachtet werden will. 
XI. 
Jurist. Litt. 81. 3. St. K k 
or 
Staatsbibliothel 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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