Full text: Neueste juristische Literatur (1781, St. 3 (1781))

429 Von der evangelischen Geistlichkeit 
kirchlichen Rechtssachen, und deren Unterschied in 
sogenannten geistlichen und zeitlichen Sachen, inglei= 
chen von der Kirchengewalt, und dem Verhältniß 
derselben zur Gerichtsbarkeit in kirchlichen Dingen; 
der dritte von dem Gerichtsstand der Geistlichkeit 
in zeitlichen Sachen, nach allgemeinen Grundsätzen: 
der vierte Abschnitt von der katholischen Klerisei 
in dergleichen Sachen, nach den positiven gemei= 
nen Rechten, und der fünfte Abschnitt von dem 
Gerichtsstand der evangelischen Geistlichkeit in zeit= 
lichen Sachen, nach den positiven allgemeinen Re= 
ligionsgrundsätzen des teutschen Reichs. Dieser Ab= 
schnitt zerfällt wieder in zwei Kapitel, wovon in dem 
ersten der Gerichtsstand der evangelischen Geist= 
lichkeit in zeitlichen Sachen überhaupt, in dem 
zweiten aber solcher insonderheit in Beziehung auf 
die gemischte Reichsstädte in Betrachtung gezogen 
wird. Richterliche und gesetzgebende Gewalt, geist= 
liche Gerichtsbarkeit und Gerichtsstand stehen mit 
einander in Verbindung, sind aber wesentlich von 
einander unterschieden. Die Gesetze enthalten all= 
gemeine Regeln von dem, was recht oder unrecht 
ist. Der Richter hingegen schöpft daraus in jedem 
vorkommenden Fall das Urthel über das Mein und 
Dein. Man würde aber des Zwecks verfehlen, wenn 
nicht das durch ein solches Urthel geschöpfte Recht 
des einen, gegen die Widerspenstigkeit des andern 
durchgesetzt würde. Hieraus werden die Begriffe 
der Gerichtsbarkeit und des Gerichtsstands abgelei= 
tet. Nach der Meinung des Auktors ist jene über= 
haupt 
Vorage 
Staatsbibliothel 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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