Full text: Neueste juristische Literatur (1781, St. 3 (1781))

ad Pand. Vol.I. P.II. Fasc.I. 517 
Frauen mit verstanden werden; sonst müßte die 
Benennung eines jeden Dings, von welchem 
man einen analogischen Schluß auf ein anderes 
macht, auch dieses letzte andeuten, und z. B. un¬ 
ter der Benennung der Wachslichter auch das 
Brennholz angedeutet werden, weil aus eben dem 
Grund um dessentwillen das eine zum penore ge¬ 
hört, auch das andere dahin zu rechnen ist. Sonst 
schließt der Herr Verf. wider Leysern alle Weibs= 
personen von allen öffentlichen Aemtern aus. In 
dem 18. Spec. wird von Schwangern und Kind= 
betterinnen gehandelt. Hier behauptet der Hr. V. 
daß eine Weibsperson, welche behauptet, daß sie 
schwanger sey, mit einer Leibesstrafe nicht belegt 
werden könne, wenn auch alle Hebammen ihre 
Schwangerschaft leugneten. Auch zeigt er gegen 
Leysern, daß das Testament einer Gebährenden, 
bey welchem Weibsleute Zeugen sind, nicht gelte, 
und zu Zeiten auch wohl den blossen Beyschlaf 
zu erkundigen eine Besichtigung statt finde, wel¬ 
ches letztere jedoch Leyser in dem angeführten Fall 
schwerlich hat in Abrede stellen wollen. Das weit¬ 
läuftigste Specimen ist aber das 19. worinn von 
dem Zustand der Juden und ihren Rechten in 
Deutschland die Rede ist. Um hievon nur et= 
was zu berühren, so untersuchet der Herr. Verf. 
umständlich, ob und wie fern die Juden die Pa¬ 
rochiallasten tragen müssen? Und, was die ding¬ 
lichen anlangt, so ist zwar kein Zweifel, daß sie 
dazu verbunden sind. Hingegen, von den persön¬ 
lichen 
Kk 3 
e 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
Berlin
	        
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