Full text: Annalen der Rechtspflege in Rheinbayern, oder Darstellung merkwürdiger Rechtsfälle und ihrer Entscheidung durch die obern Gerichtshöfe Rheinbayerns, im Gebiete des Civil- und Criminal-Rechts (Bd. 1 (1830))

örterungen, genau zu kennen und zu benutzen, in soweit 
der Zweck dieser Sammlung es erfordern mag. 
Es versteht sich übrigens von selbst, daß wir jeder 
Entscheidung eine kurze, jedoch hinlängliche Darstellung der 
faktischen Verhältnisse, auf welchen der Rechtsstreit beruht 
so wie der Art und Weise, wie derselbe von den Sach¬ 
waltern behandelt und vorgetragen wurde, voranschicken 
werden. Rücksichtlich der zuletzt erwähnten öffentlichen 
Vorträge werden wir da, wo es sachgemäß erscheint, we¬ 
niger kurz seyn, als es in einigen andern Sammlungen 
der Fall ist. Durch eine solche übertriebene Abkürzung 
wird die Darstellung allzutrocken und verliert ungemein 
an Klarheit und Interesse. Man wird bald finden, daß 
in vielen Fällen gerade in diesem eifrigen Kampf der Ar¬ 
gumente und Ansichten das Pikante und Belehrende liegt; 
daß durch ihn die Schwierigkeiten und feinern Nüancen 
der perhandelten Materie erst recht an das Licht treten, 
und daß in solchen Vorträgen oft ein Schatz von Scharf¬ 
sinn, Gewandtheit und musterhafter Gründlichkeit liege. 
Was der Leser bei dieser Behandlungsweise rücksichtlich 
der Zahl der Rechtsfälle etwa verliert, wird er hoffentlich 
durch die erwähnten Vortheile, so wie durch eine sorgfäl¬ 
tige Auswahl, reichlich ersetzt finden. 
Auch Abhandlungen über einzelne Rechtsfragen von 
besonderm Interesse können in die Sammlung aufgenom¬ 
men werden, jedoch nur dann, wenn sie nicht zu ausge¬ 
dehnt und von unzweifelhaftem Werthe sind. 
Die Annalen erscheinen heftweise, das Heft zu fünf 
Bogen, und zwar so, daß je fünf Hefte (25 Bogen) 
einen Band ausmachen. Jedes Heft enthält, auf der in¬ 
nern Seite des Umschlags, eine kurze Inhaltsanzeige mit 
Verweisung auf die Seitenzahl, und sobald der Band voll¬ 
Vonage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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