Full text: Rechtserforschungen für Juristen und Nicht-Juristen (H. 3 (1825))

Rechtliche Ansichten über die päpstliche 
Jubelablaß=Verkündigung. 
Aus dem allgemein-staatsrechtlichen, souverainitäts¬ 
rechtlichen und staatspoliceilichen Gesichtspunkt. 
Die Jubelablaß=Verkündigung, welche — im Jahre 1800 unter= 
lassen — jetzt wieder auf eine Jahresfrist vom 25. December 
1824 bis 1825 allgemein verbreitet wird, bleibt nicht ein blos 
theologischer Gegenstand. 
Allgemein wichtiger ist es für Katholiken und Nichtkatho¬ 
liken, daß das allgemeine Staats- und Völkerrecht aller wohl¬ 
geordneten Regierungen, und daß eine vorsichtige und gerechte 
Staatspolicei bei dem, was die römische Jubelablaß-Verkündi¬ 
gung wesentlich enthält und beabsichtigt, sehr grosse Bedenk¬ 
lichkeiten haben muß. 
1. 
Dürfte das römische Universal-Episcopat, selbst wenn alle 
Welt katholisch wäre, diesen Act auf eine solche Art ausüben, 
wie nur ein weltlicher Universal-Monarch, wenn es einen gäbe, 
ihn ausüben könnte? Die an alle Staaten und Länder ge¬ 
richtete, eine Menge äusserer weltlicher Handlungen mitbetref¬ 
fende Jubelablaß=Verkündigung hat an sich schon eine allgemein= 
wichtige staatsrechtliche Seite, welche nicht etwa deswegen, 
weil in früheren Zeiten bei der ersten päpstlichen Einführung 
der Jubelablaßjahre von den Staats- und Rechtslehrern nach 
Paulus, Rechtserforschungen. III. Heft. 
Volage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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