Full text: Niederrheinisches Archiv für Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtspflege (Bd. 2 (1817))

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keinen größern Trost im Unglücke, und der Belebung seiner 
Industrie keinen stärkern Sporn geben, als die Aussicht, 
sein Erbe, seine Grundstücke wieder an sich bringen zu 
können. Es wäre also rathsam, das Aufgebot, jedoch nur 
für den entsetzten Eigenthümer, auf ausgedehnte Termine 
zuzulassen, die bei Häusern auf ein, bei Grundstücken 
aber, die ohne Haus und Gebäulichkeiten oder webei 
diese doch nicht der Hauptgegenstand wären, auf drei 
Jähre angenommen werden könnten. Diese Wohlthat 
wäre übrigens streng demjenigen zu verweigern, der sich 
einer Verschlechterung des Grundstückes schuldig gemacht 
hätte, und man würde also auf diese Art auch noch die 
durch unsere bisherigen Vorschriften wenig garantirte 
Integrität des Beschlaggegenstandes vorzüglich decken, 
welche übrigens noch vollständiger dadurch erreicht werden 
könnte, daß man zugleich, durch eine Entwickelung der 
in den Art. 2059. 2060. des bürgerlichen Gesetzbuchs 
und 126 der Civil=Prozeß=Ordnung festgestellten Grundsätze, 
die körperliche Verhaftung gegen solche Eigenthümer er= 
kennen ließe, die sich nach der Beschlagnehmung labsicht= 
liche Deteriorationen hätten zu Schulden kommen lassen. 
33. 
Etwas über die künftige Gesetzgebung, die Civilstands¬ 
Urkunden betreffend. 
Wenn dermalen in Frankreich die Anhänger der stren¬ 
gen Wiederherstellung alles Alten dafür stimmen, daß die 
Führung der Civilstands=Register den Geistlichen wieder 
übertragen werden möchten, so führen sie als Hauptgrund 
. 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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