Full text: Niederrheinisches Archiv für Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtspflege (Bd. 2 (1817))

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laut äusserten. Wenn übrigens die Berliner Zeitungen unsre 
Wünsche nicht errathen und dieselben aufnehmen wollen, so sind 
wir bereit, ihnen sie mitzutheilen. Bis dahin aber wünschen wir, 
daß Niemand sich die Mühe geben möge, in unserm Namen zu 
(Rheinische Blätter Nro. 134.) 
wünschen. 
Welche Wünsche und Erwartungen das Volk hege und ob, 
wie die Berliner Zeitung behaupten will, die Schrift des Hrn¬ 
Schram „so ganz der Ausdruck des allgemeinen Urtheils" auch im 
Volke sey, mag Jeder, der sich darüber unterrichten will, aus 
nachstehenden beiden Urkunden selbst entnehmen. Dabei ist zu be¬ 
merken nöthig, daß sich unter dem Magistrate der Stadt Trier 
kein Jurist befindet. Auch bezweifeln wir nicht, daß alle städtische= und 
Orts=Beamte in den Rheinprovinzen die Erklärungen ihrer Amtskolle= 
gen zu Trier unterschreiben werden, wenn man sie zu Rathe ziehen mag 
Rede, 
gehalten zu Trier im Februar dieses Jahrs bei dem Schlusse der 
Assisen des ersten Quartals von dem Chef der Geschwornen.") 
Herr Präsident und Räthe! 
Die Geschwornen, für welche ich heute als Oberer bei dem 
Schlusse dieses Quartals zu sprechen die Ehre habe, fühlen sich 
innigst überzeugt, daß die öffentliche Sicherheit das edelste Kleinod 
des Staats ist, daß es jedem Bürger eine besondere Angelegenheit 
seyn muß, diese nach allen Kräften zu schützen, und auch der 
allenfalls angeklagten Unschuld zu ihrer schnellen Befreiung zu verhelfen 
Zu dieser ehrenvollen Verrichtung berufen, fühlten Wir in 
genauen Erfüllung unserer Pflichten folgende süße Belohnung. 
Obgleich die Rechtsgelehrsamkeit nicht unser Fach ist, so finden 
wir uns doch dadurch geehrt, daß das Gesetz unserm gesunden 
*) Welcher ebenfalls nicht zu den richterlichen Beanten gehört, 
wie wir gleich sehen werden. 
Vorlage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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