Full text: Niederrheinisches Archiv für Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtspflege (Bd. 2 (1817))

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die Gewißheit dessen, was geschehen ist, nach moralischer 
Ueberzeugung zu schöpfen wissen. 
Ein solches Gericht finden wir in dem von unsern 
Vorfahren, nur unter anderm Namen, wohl gekannten, 
von dort nach England verpflanzten, und durch Frank¬ 
reich wieder in die Rheinlande herübergebrachten Gerichte 
der Geschwornen. 
Ich wollte die Art, wie dasseibe bisher gebildet ward, 
oder ferner zweckmäßig gebildet werden soll, nicht ent¬ 
wickeln, — ich wollte nur seine Nützlichkeit und Noth¬ 
wendigkeit, die schon in so vielerlei Rücksichten abgehan¬ 
delt wurde, auch aus der Idee des möglichen und in 
Kriminalsachen allein zulässigen Thatbeweises herleiten 
— und darf mit dem Wunsche schließen, daß ein Insti¬ 
tut beibehalten werden möge, welches schon um dieses 
Beweises willen dem Staate wie dem Angeklagten die 
größte Sicherheit gewährt. 
M..r. 
32. 
Einige Betrachtungen über den Vergantungs=Prozeß. 
(Schluß der Nro. 7 und 19 im ersten Bande). 
Wenn wir in dem Vorgesagten die beiden Hauptfehler 
des französischen Vergantungs=Prozesses angezeigt zu haben 
glauben, deren Verzweigungen die eigentliche oder doch 
auffallendste Fehlerhaftigkeit dieser Prozedur gestalten: so 
wollen wir damit nicht angeben, als wenn diese Proze¬ 
dur von allen andern bedeutenden Irrthümern und Män¬ 
geln frei wäre. Es lassen sich deren wohl noch mehrere auf¬ 
zählen, die aber jenen doch nicht gleich zu rechnen sind. 
Archiv zweiter Band l. Hef. | | 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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