Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

213 
tigen Stoff sehe ich hier wieder vor mir, 
besonders den letzten Gegenstand betreffend. 
Wie merkwürdig sind nicht z. B. die Classifi¬ 
cationen des Münzverbrechens, der Amts¬ 
verbrechen, der Betrügerey und des Dieb¬ 
stahls! Welche Bemerkungen könnte nicht al= 
lein die Gesetzgebung über das einzige Ver¬ 
brechen des Diebstahls veranlassen, dessen 
Haupteintheilung ganz allein von dem Unter¬ 
schied bestimmter Summen ausgeht, dessen 
Strafunterschiede hauptsächlich davon abhän= 
gen sollen: ob unter fünf Gulden gestohlen 
worden ist, oder ob fünf bis zehn, oder ob zehn 
bis fünfzig oder ob fünfzig bis zweyhundert oder 
ob zweyhundert bis fünfhundert Gulden (wei = 
ter geht nun die Distinction nicht) gestohlen 
worden sind! (§. 1044 -1050). Aber ich habe 
nicht den Muth und die Kraft auch noch die¬ 
ses alles durchzuführen; dem Ermüdeten 
sinkt die Feder aus der Hand. Was ich be= 
weisen wollte, ist, wie ich glaube, ohnehin 
Vorage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer