Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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in ihrem Naturzusammenhang mit seiner Hand= 
lung erkennt, der ist in so ferne in dem Fall 
No. 2. Es ist dies aber nur auf die Voraus= 
setzung zu beschränken, wenn der Verbrecher 
den Naturzusammenhang zwischen seiner auf 
das Verbrechen A gerichteten Handlung, und 
dem nachher entstandenen Verbrechen Bwirk= 
lich eingesehen hat. Hätte er ihn nur einsehen 
sollen und können, wenn er die gehörige Auf= 
merksamkeit bewiesen hätte, so kann ihm zwar 
das entstandene Verbrechen zugerechnet werden; 
aber nur zur Culpa zur höchsten, wie sich nach= 
her zeigen wird) nicht zum Dolus. Denn von 
einer Folge, an die man gar nicht gedacht 
hat kann nicht gesagt werden, daß sie in dem 
Willen der Person enthalten gewesen sey. 
Auf diese Art, wie es Nr. 2. u. 3. gesche= 
hen ist, dürfte der Streit über den dolus in¬ 
directus von einem Gesetzgeber am richtigsten 
entschieden werden können. 
Jn Ansehung der Culpa muß ein Gesetzbuch 
o. 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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