Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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der Menge die Strafbarkeit des individuellen 
Falls, modificirender Umstände nur einige 
herausheben, diejenigen nämlich, welche die 
Strafbarkeit nicht blos in Nebenpunkten mö= 
dificiren, sondern dieselbe dergestallt verän¬ 
dern, daß der Fall, indem er dadurch einen 
völlig eigenen Hauptcharakter erhält und aus 
der Reihe der gewöhnliche Fälle des Verbre¬ 
chens herausgehoben wird, ohne Verletzung 
des nothwendigen proportionirten Verhältnis¬ 
ses der Verbrechen zu einander, nicht nach 
den festgesetzten speciellen Normen beurtheilt 
werden kann. Nach dieser Ansicht können, 
ausser dem Mangel an dem Thatbestande 
der Verbrechen, nur noch folgende Ursachen 
als Milderungsgründe von dem Gesetzgeber 
aufgenommen werden, nämlich 1) Jugend, 
2) Befehl eines Vorgesetzten, 3) Zwang und 
Drohungen, woferne sie nicht alle Strafe 
ausschließen, 4) dringende Noth, unter glei= 
cher Bedingung. Dagegen giebt es aber weit 
o 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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