Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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die Worte übersetzen: „Wir wollen begnadi¬ 
gen, wenn wir es für gut finden", und darf 
daher auch hoffen, daß dieser Fall ihn selbst 
treffen werde. Wenn einst ein geschickter 
Fabrikant, der ein gewisses Kunstgeheimniß 
besitzt, einem Städtchen Brod durch seine 
Industrie verschaff, und wenn nun dieser 
mordet, weil er sich in dem Fall des §. 172 
glaubt, so nenne man ihn keinen Thoren: 
wird er bestraft, so bedaure man ihn blos, 
daß seine Rechnung nicht zugetroffen ist. 
Die Vorsichtsmaßregeln zur Bewahrung 
der Unschuld vor den Folgen des Verbrechens 
6§. 174 — 177), sind an sich löblich und 
nothwendig, besonders da, wo noch das 
Vorurtheil des Pöhels die unschuldigen Ver= 
wandten eines Verbrechers drückt. Indeß 
scheint es mir, daß statt der allgemeinen Er= 
mahnung, die der §. 175 dem Richter giebt, 
dieser solle sich vorzüglich angelegen seyn las¬ 
sen, die Unschuldigen vor den Folgen der 
oee 
Staatsbiblioth. 
Max-Planck-Institut für
	        
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