Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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stimmt ist, eine Ausnahme nöthig seyn, 
wenigstens sind durch eine solche gesetzliche 
Regel die gröbsten Verirrungen der Will¬ 
kühr, die in ihr einen Leitfaden findet, un= 
möglich gemacht. — Aber für jene Ausnahme 
muß doch auch gesorgt werden. Es ist also 
die Bestimmung nöthig, daß das höchste 
Maas der Züchtigung nie ohne vorgängige 
Untersuchung eines Wundarztes vorgenommen 
werde, mit dem Zusatz, daß wenn der Wund= 
arzt einen Umstand entdecken sollte, der ihn 
Gefahr für die Gesundheit besorgen lasse | | 
der Richter des Orts den Bericht des Wund¬ 
arztes an ein medicinisches Collegium einzu= 
senden habe. Kann die gesetzliche Anzahl 
Streiche nicht auf einmal zuerkannt werden, 
so ist sie zu theilen und getheilt zu verschie= 
denen Zeiten zuzufügen, jedoch muß alsdann 
von der ganzen Portion eine bestimmte Zahl 
nachgelassen werden, weil sonst die theilweise 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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