Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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Arbeit vorgeschrieben werden, nicht erklären), 
so kann ein solches Strafgefängniß dem Ver= 
brecher eben kein Lehrmeister in der Arbeit¬ 
samkeit seyn und, da ihm gleichwohl ein 
Mittel der Zerstreuung wider die Langeweile 
gegeben ist, so wird das vorzüglichste Schref= 
ken des einsamen Gefängnisses aufgehoben 
und das in sich selbst Zurückgehen, das reuige 
Nachdenken über die begangenen Handlungen 
(wozu der Verbrecher durch die Einsamkeit 
seines Gefängnisses eingeladen, durch den 
Stachel des Unmuths und der Langeweile ge= 
trieben wird) größtentheils verhindert. Durch 
jene Einrichtung der Gefängnißstrafe wird sie 
daher nicht blos in ihrem Hauptzweck (der 
Abschreckung), sondern auch in ihren Neben= 
zwecken beschränkt und ist darum bey den 
wenigsten Vergehen passend. 
2) Die Gefängnißstrafe bedarf eine | | 
zweckmäßigen Abstufung ihrer Grade, um die 
9 2 
oge 
atsbibliothe 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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