Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

Gesetzen in diesem Falle strafen? Nein, nur 
in so ferne als die fremden Gesetze den Grund= 
sätzen einer vernünftigen Strafgesetzgebung 
nicht geradezu entgegen sind. Dies fodern die 
Rücksichten auf das eigene Staatswohl. 
Ich wende mich zu einem andern Falle: 
wie wenn ein Fremder (Deutscher oder Aus= 
länder) außer dem Territorium, (sey es in 
oder außer Deutschland) ein Verbrechen began= 
gen hat und nun in dem Territorium betroffen 
wird ? Wenn z. B. ein Sachse, der eines Verbre= 
chens auswärts sich schuldig gemacht, in Bayern 
betroffen wird. 
Als positiver Criminalist, antworte ich, 
nach dem jetzt bestehenden peinlichen Recht: 
dieser Fremde ist in dem Territorium, wo er 
sich findet, zu bestrafen. Und so antwortet 
auch dieser Entwurf. Wer aber bedenkt, daß 
von einer jetzt zu gründenden Gesetzgebung die 
Rede ist und sich auch fragt: was die Klugheit 
Vodage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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