Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

der Rechte des Staats, seiner Bürger und Un= 
terthanen; damit er selbst in seinen Rechten 
sich behaupte, damit jeder, für dessen Rechte 
er sich verbürgt hat, in unbeschränktem Genusse 
derselben sey, droht er Strafen jedem, der 
diese Rechte verlezt. Der anerkannte Grund 
aller strafenden Gewalt, der nur in der Noth= 
wendigkeit der Erhaltung des Staatszwecks 
ruht, und der Staatszweck, der in jedem ein= 
zelnen Staat und dessen Gliedern zu finden ist, 
bestimmen nichts anders, als dies. Ein Frem¬ 
der steht nur so lange in dem Schutze eines 
Staats, als er sich in dessen Gränzen findet; 
über die Gränzen desselben hinaus erstreckt er 
sich, nach der Natur der Staatsgewalt nicht. 
Also steht auch der Fremde, ausser den Grän= 
zen des Staatsgebiets, nicht im Schutze der 
Strafgesetze dieses Staats, also kann eigent= 
lich an ihm das Strafgesetz dieses Staats nicht 
übertreten werden. Sagt man etwa: die Ge¬ 
setze des Staats verpflichten dessen Unterthanen 
Votage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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