Full text: Beyträge zum teutschen Rechte (Th. 6 (1790))

4 v. Dalwigk über die Standeserhöhungen 
de diese auf das Land transferirt, 1) und eben so 
übertrug Ludwig der IIlte von Hessen, welchem 
Kaiser Lothar der Ilte nach der Verjagung Land¬ 
graf Hermanns von Thüringen dieses Land gege= 
ben hatte, auch die landgräfl. Würde auf Hessen. 2) 
Als aber im 11ten und 12ten Jahrhundert 
die kaiserliche Gewalt, besonders unter Kaiser 
Henrich dem IVten und Vten, gar sehr zu sinken 
anfing, und daher die Reichsstände sich manche 
Freyheiten anmaßten, welche wohl den Grund zu 
der heutigen Staatsverfassung Teutschlands mö¬ 
gen gelegt haben: so sehen wir Herzogthümer, 
Markgraschaften und Grafschaften entstehen, de¬ 
ren Besitzer bioß den herzoglichen, markgräflichen 
oder gräflichen Titel führten, denn es kommt in 
dieser Periode ein neuer Herzog von Franken und 
ein Herzog von Zähringen vor, welcher aber eben 
sowohl als die aus dem Zähringischen Hause ab¬ 
stammenden nachmahligen Markgrafen von Baaden 
(welche man in den damahligen Zeiten mit dem 
markgräfl. Titel zuerst antrifft) nicht Besitzer eines 
Her= 
1) Buder von sächsischen Lehnbriefen S. 14. 
2) Curtius program ma de titulis Landgrav. Has¬ 
siae. Marb. Catt. 1778. 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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